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	<title>Feste &amp; Traditionen Archive - ArchäoNow</title>
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	<description>Rätselrallye und Schnitzeljagd Wien</description>
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	<title>Feste &amp; Traditionen Archive - ArchäoNow</title>
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		<title>Silvester in Wien &#8211; Teil 1: Eine Reise durch traditionelle Bräuche und Feierlichkeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:55:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prosit Neujahr&#160;und einen guten Rutsch! Aber wieso eigentlich? Und wer war&#160;Silvester? Alljährlich, wenn sich das Jahr am 31. Dezember dem Ende zuneigt, verabschieden wir uns vom „alten Jahr“ -wir lassen alte Lasten hinter uns und begrüßen mit vielen Traditionen den Jahreswechsel; mit den Liebsten wird fröhlich bis in den 1. Januar hinein gefeiert und wir [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/silvester-in-wien-teil-1-eine-reise-durch-traditionelle-braeuche-und-feierlichkeiten/">Silvester in Wien &#8211; Teil 1: Eine Reise durch traditionelle Bräuche und Feierlichkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



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<p class="wp-block-paragraph">Prosit Neujahr&nbsp;und einen guten Rutsch! Aber wieso eigentlich? Und wer war&nbsp;<em>Silvester</em>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alljährlich, wenn sich das Jahr am 31. Dezember dem Ende zuneigt, verabschieden wir uns vom „alten Jahr“ -wir lassen alte Lasten hinter uns und begrüßen mit vielen Traditionen den Jahreswechsel; mit den Liebsten wird fröhlich bis in den 1. Januar hinein gefeiert und wir freuen uns auf neue Aufgaben, neue (oftmals alljährliche) Vorsätze und Herausforderungen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass viele unserer Traditionen weit zurückreichen und viele Bräuche schon jahrhundertealt sind, ist uns dabei oftmals nicht bewusst.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wozu ist z.B. das Feuerwerk gedacht? Bleigießen (Alternative: Wachsgießen) ist zu Silvester in Wien genauso wenig wegzudenken, wie das Läuten der&nbsp;<strong>Pummerin</strong>&nbsp;um Mitternacht!<br>Aber wie sieht es in anderen Teilen von Österreich aus? Welche Traditionen sind neu, welche sind alt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben uns gefragt, was es mit all dem auf sich hat und sind diesen Silvesterbräuchen und Neujahrstraditionen auf den Grund gegangen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abend vor Neujahr</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="javascript:;"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=364x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i9d3c26468c86a9a5/version/1546268435/image.jpg" alt="Sekt zu Silvester: Eine Tradition, die seit der frühen Neuzeit besteht"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Sekt zu Silvester: Eine Tradition, die seit der frühen Neuzeit besteht</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Silvesterabend versammeln sich die Menschen mit ihren Freunden und ihrer Familie, um sich gemeinsam auf den bevorstehenden Jahreswechsel einzustimmen. Meist wird dies von einem Festessen – heutzutage oftmals mit Fondue oder Raclette – und Sekt begleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gutes Essen und gute Getränke galten jedoch seit jeher als magische Symbolik und Analogie zum „Gedeihen des neuen&nbsp;Jahres“. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls wird&nbsp;zum&nbsp;Namenspatron des Fest Silvesters, nämlich Papst Silvester der Erste (Schutzpatron der Haustiere; verstorben am 31.12.335), für ausreichend Tierfutter und ein gutes Jahr angerufen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Brauch, Sekt zu trinken, geht auf die Frühneuzeit zurück: damals war der adeligen Gesellschaft dieses Getränk vorbehalten und hat daher bis heute in unserem Unterbewusstsein einen höheren Stellenwert als Wein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher gab es in Wien auch den sogenannten Neujahrsstriezel, mittlerweile ist dieser Brauch wohl auf den Weihnachtsstollen übergegangen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1900 wird an Silvester traditionell in der Wiener Staatsoper die Operette „<a href="https://www.volksoper.at/produktion/die-fledermaus-1990.de.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Fledermaus</a>“ aufgeführt, die auch oftmals auf Leinwänden übertragen wird. 1990 kam in der Inneren Stadt der „<a href="https://wienersilvesterpfad.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Silvesterpfad</a>“ hinzu; er ist stolze 3,5 km lang und mit Sekt- und Essensständen gespickt. Neben den, bis um 2 Uhr in der Früh geöffneten, Gastronomiestätten verkürzen Bühnen, Open-Airs, Straßenkünstler und Tanzzelte die Wartezeit bis Mitternacht und sorgen für gelungene und ausgelassene Unterhaltung. Parallel dazu finden in Wien, z.B. am Rathausplatz und vor dem Schloss Schönbrunn, sogenannte Silvester- und Neujahrsmärkte statt, die bereits am 27. Dezember beginnen und bis 6. Januar besucht werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Jahresausklang im eigenen Heim gefeiert wird, darf meistens die TV-Übertragung von „Dinner for One“ nicht fehlen, das traditionell seit 1963 im Fernsehen übertragen wird. Jedoch war es lange nur im deutschsprachigen Raum Tradition und wird heuer erstmals im britischen Fernsehen ausgestrahlt. Zusätzlich wird die als mittlerweile Klassiker angesehene Silvester-Folge von „Ein echter Wiener geht nicht unter“ im Programm angeboten und immer wieder gerne angesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Silvester- der&nbsp;Ursprung seiner Bräuche</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber kommen wir zur Frage zurück, warum wir das neue Jahr mit einem bunten Feuerwerk starten;&nbsp;traditionell wurde Neujahr in der Silvesternacht mit lautem und schillerndem Feuerwerk begrüßt, um böse Geister zu vertreiben und alte Laster hinter sich zu lassen. Diese sogenannten „Abwehrbräuche“ werden in vielen Gegenden unterschiedlich gehandhabt und lassen sich bis in die Frühneuzeit zurückdatieren. Vor allem in Österreich wird das neue Jahr in der Form von Feuerwerk „angeschossen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls gibt es auch die Tradition des Ansingens (früher vor allem an Türen schöner Mädchen) und des Anblasens (Turmblasen).&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=318x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i10a46209dace5e43/version/1546262923/image.jpg" alt="In Niederösterreich wird der Silvester aus dem Haus gejagt"/><figcaption class="wp-element-caption">In Niederösterreich wird der Silvester aus dem Haus gejagt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;In&nbsp;<strong>Niederösterreich</strong>&nbsp;kannte man z.B. das Silvesterschlagen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">ein Brauch, um das alte Jahr zu vertreiben, wobei eine als behaarte verkleidete Gestalt, namens&nbsp;<em>Silvester</em>, in der „Hölle“ (= zwischen Mauer und Ofen) stehend ausharren musste und auf dem Kopf einen Kranz aus Mistelzweigen trug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mitte des Raumes wurde ebenfalls ein Tannenzweigenkranz aufgehängt; kam jemand zufällig unter diesem Kranz zu stehen, so gab es von dieser Gestalt einen „derben“ Kuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Mitternacht wurde der&nbsp;<em>Silvester</em>&nbsp;mit den Tannenzweigen zur Tür hinausgejagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Bräuche dieser Art sind z.B. die Perchtenläufe, die heutzutage bereits im November beginnen und bis zum Dreikönigstag stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Perchten, ausgestattet mit einer Glocke, treiben so den Winter bzw. das alte Jahr aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu&nbsp;<strong>Silvester in Wien</strong>&nbsp;haben wir auch noch unsere allseits geliebte&nbsp;<a href="http://www.stephansdom.at/dom_im_detail_pummerin.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Pummerin</strong></a>: sie ist die zweitgrößte Glocke Westeuropas und wird zu Neujahr im Turm des Stephansdoms geläutet. Der Klang ihrer Glocke hallt dabei über ganz Wien und läutet so das neue Jahr freudig ein. Sie wird auch</p>



<p class="wp-block-paragraph">„die Stimme Österreichs“ genannt und gilt als Symbol des Friedens und der Liebe und dringt durch ihren unverkennbaren Klang tief in die Herzen der Menschen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Pummerin wurde nach dem Auftraggeber Kaiser Joseph I. „Josephinische Glocke“ benannt, jedoch wurde sie leider während dem Zweiten Weltkrieg zerstört und so wurde im Laufe der 50er Jahren eine neue Pummerin gegossen. Ihren bis heute gebräuchlichen Namen verdankt die Glocke übrigens ihrem tiefen Klang (=&nbsp;pumpern).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Menschen in Österreich lauschen dank Übertragung dem Glockenläuten um Mitternacht und während die Pummerin im Hintergrund weiterläutet und die Musik des Donauwalzers von Johann Baptist Strauss ertönt, beglückwünschen wir uns gegenseitig mit „Prosit Neujahr“, lassen Sektkorken knallen, umarmen und küssen unsere Liebsten und überreichen uns Glücksbringer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die spinnen, die Römer!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das alljährliche „Prosit Neujahr“ geht auf die Römer zurück, nur das sich damals die Neujahrswünsche fast den ganzen Jänner&nbsp;entlang zogen und sie sich auch noch Ende Januar gewünscht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber warum feiern wir den Beginn des neuen Jahres überhaupt am 1. Jänner? Dieser spannenden Frage werden wir uns morgen in unserem zweiten Teil des Silvester-Specials widmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In diesem Sinne wünschen wir euch ein schönes, traditionsreiches Silvester und einen guten Rutsch ins neue Jahr!&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=161x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i239c990bd693e9c4/version/1587631442/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;&nbsp;</p>
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		<title>Silvester in Wien &#8211; Teil 2: Neujahrstraditionen und ihre faszinierende Geschichte in der österreichischen Hauptstadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:54:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum der 1. Jänner das neue Jahr einläutet Wie es sich viele von euch schon einmal gedacht haben: der 1. Januar hieß bei uns in Österreich nicht immer Neujahr und Neujahr war auch nicht immer am 1. Januar! Neujahr wird überall auf der Welt anders gefeiert, teilweise auch an komplett anderen Tagen und zu anderen [&#8230;]</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



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<p class="wp-block-paragraph">Warum der 1. Jänner das neue Jahr einläutet</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es sich viele von euch schon einmal gedacht haben: der 1. Januar hieß bei uns in Österreich nicht immer Neujahr und Neujahr war auch nicht immer am 1. Januar! Neujahr wird überall auf der Welt anders gefeiert, teilweise auch an komplett anderen Tagen und zu anderen Jahreszeiten- das haben wir unter anderem den unterschiedlichen Kalendern zu verdanken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu anderen Kulturkreisen wie z.B. in Russland, Ägypten, Brasilien etc., halten wir in Bezug auf die Jahreswende die römische Tradition aufrecht und feiern vom 31. Dezember auf den 1. Januar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor Papst Innozenz XII. 1691 den Neujahrstermin endgültig und offiziell (153 v. Chr. war es bereits vom 1. März auf den 1. Januar verschoben worden, jedoch wurde regional noch unterschiedlich gefeiert) auf den 1.&nbsp;Januar festlegte, war Neujahr ursprünglich der achte Tag der Weihnachtsoktave seit der Wintersonnenwende, die rund um den 21. Dezember und oftmals mit einem großen Julfeuer gefeiert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses heidnische Brauchtum wird sogar&nbsp;heute noch in ganz Österreich zelebriert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieso &#8222;rutschen&#8220; wir ins neue Jahr?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon seit den Römern galt Neujahr als Glückstag und wurde mit Geschenken und Glückwünschen gefeiert. Dieser Brauch spiegelt sich heutzutage im Schenken von Glücksbringern und natürlich dem „Guten Rutsch“-Wünschen wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beglückwünschung „guter Rutsch“ kommt überraschenderweise nicht vom „Hinüberrutschen“ ins neue Jahr, sondern leitet sich von der Bezeichnung des jüdischen Neujahrsfests, dem „Rosch ha-Schana“, ab.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=295x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i184593c3343a40c5/version/1546361727/image.jpg" alt="Früher wurden Kinder an Silvester beschenkt"/><figcaption class="wp-element-caption">Früher wurden Kinder an Silvester beschenkt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als heute wurden die Kinder damals zu Neujahr mit Süßigkeiten und Spielereien beschenkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Tradition hat sich erst im 19. Jahrhundert dahingehend geändert, dass Kinder zu Weihnachten Geschenke bekommen und der geschmückte Christbaum die Kinder – und natürlich auch die Erwachsenen – mit Süßigkeiten verlockend anlacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Zeit kam auch noch die Tradition des Adventkalenders hinzu.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücksbringer zu&nbsp;Neujahr &#8211; die Römer sind schuld!</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=295x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i248cd829b07c17a2/version/1546361966/image.jpg" alt="Schweine sind ein Symbol für Glück im neuen Jahr"/><figcaption class="wp-element-caption">Schweine sind ein Symbol für Glück im neuen Jahr</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Glücksbringer in Form von Kleeblättchen oder grüne Kleestöckchen gehen ebenso auf die Römer zurück und erinnern an die römischen Strenae (= Zweige), daher auch die Redewendung „auf einen grünen Zweig kommen“.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Münzen</strong>&nbsp;sollen Geld symbolisieren: wer jetzt Geld hat, hat es auch das ganze Jahr hindurch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Symbolen für Reichtum zählt auch das&nbsp;<strong>Hufeisen</strong>: der Besitz eines Pferdes war damals kaum leistbar und daher viel wert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ländlichen Gegenden war man von der Fruchtbarkeit der Umgebung abhängig, dafür stehen die Symbole des&nbsp;<strong>Pilzes</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Fisches</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das&nbsp;<strong>Schwein</strong>&nbsp;galt in Europa als Symbol für Wohlstand und Fruchtbarkeit, eine Tradition besagt, dass zu Neujahr Schweinefleisch gegessen werden sollte, um das kommende Jahr Glück zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Ansehen als Glückstag wird in manchen alten lateinischen Kalendern vor dem Neujahrstag gewarnt, da es sich ursprünglich um einen sogenannten „<em>Schwendtag</em>“, einem Unglückstag, handelte. Weitere Bezeichnungen sind auch noch&nbsp;<em>Los</em>&#8211; bzw.&nbsp;<em>Großer Lösseltag</em>, welche auf den „<em>Lösselbräuchen</em>“ (Brauch der Zukunftsvorhersagen) basieren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orakel</strong>&nbsp;wurden bereits in der römischen Antike befragt und wird auch noch heute in Form von Blei- oder Wachsgiesen&nbsp;in der Silvesternacht praktiziert. Damals galten die Fragen und Opfergaben, neben Jupiter und Juno, vor allem dem doppelgesichtigen Janus, der die Vergangenheit und Zukunft symbolisiert und von dem sich der Name Januar bzw. Jänner ableitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem allseits bekannten Bleigießen gibt es in Österreich z.B. das Hütlheben, das Glücksgreifen und früher das Pantoffelwerfen der Mädchen in Bezug auf Heiratsfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krankheit, Tod und die Wilde Jagd</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=360x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i5ca92c9aac5fff47/version/1546361638/image.jpg" alt="Rauchfangkehrer bringen uns das ganze Jahr Glück ins Haus"/><figcaption class="wp-element-caption">Rauchfangkehrer bringen uns das ganze Jahr Glück ins Haus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch heute noch im Aberglauben behaftet, ist der Glaube an die sogenannte „Übergangszeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit meinen wir unter anderem den Spruch:&nbsp;<em>„So wie das Jahr beginnt, so endet es auch.“ &nbsp;</em>Wenn das Jahr zum Beispiel mit einem Glückssymbol anfängt (wie z.B. die Begegnung mit einem Kind oder einem Rauchfangkehrer) so endet das Jahr auch glücklich. Beginnt es mit einem Pechsymbol (z.B. eine schwarze Katze), so endet das Jahr auch unglücklich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Wien gingen daher die Rauchfangkehrer damals dazu über, die Kalender möglichst als erste am Neujahrsmorgen zu verteilen; heutzutage ist dieser Brauch in die Vorweihnachtszeit übergegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Aberglaube besagt, dass keine Wäsche zu dieser „Zwischenzeit“ gewaschen und aufgehängt werden soll, da dies Pech, und im schlimmsten Fall sogar den Tod, bringen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Regional sind unterschiedlichste Überlieferungen bekannt, u.a. soll keine Bettwäsche gewaschen und aufgehängt werden, da geglaubt wird, dass diese Leintücher im Laufe des neuen Jahres als Leichentücher dienen müssen, da z.B. die Seelen, die während der Rauhnächte umherziehen, in die aufgehängten Kleidungsstücke fahren können und so den Menschen im neuen Jahr Krankheiten und den Tod auf den Hals hetzen. Auch könnte sich die „Wilde Jagd“ mit ihren Geisterschaaren darin verhängen und über Frauen herfallen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unerledigte Arbeit wird oftmals als schlechtes Omen angesehen, daher soll man die Wäsche nicht mit ins neue Jahr nehmen, da dies zu noch mehr Arbeit führen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rauhnächte und ihre Wilde Jagd sind eine ganz andere interessante Geschichte, jedoch kann davon ausgegangen werden, dass dieses Wäsche-Verbot durchaus praktische Gründe hatte: zu dieser Zeit wurden und werden die Häuser mit Weihrauch ausgeräuchert, um das Böse zu vertreiben und verrauchte Wäsche hat wohl niemand gerne!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich sind unsere Bräuche und Traditionen tief in der Vergangenheit verwurzelt, haben sich weiterentwickelt, verändert und auch neue sind hinzugekommen! Das Feiern der Jahreswende ist fest in uns verankert und wird von uns sicherlich noch viele Jahrhunderte lang gefeiert und mit unseren Liebsten verbracht. Wir alle hoffen auf ein gutes neues Jahr mit mehr Liebe, Frieden, Erfolg, Glück und Beständigkeit!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie feiert ihr den Start ins neue Jahr? Hinterlasst uns doch ein Kommentar- wir freuen uns auf eure Antworten =)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=156x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/id6f39e49d4950ac3/version/1587631481/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/silvester-in-wien-teil-2-neujahrstraditionen-und-ihre-faszinierende-geschichte-in-der-oesterreichischen-hauptstadt/">Silvester in Wien &#8211; Teil 2: Neujahrstraditionen und ihre faszinierende Geschichte in der österreichischen Hauptstadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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		<title>Valentinstag: Der Tag der Liebe und Freundschaft &#8211; Eine historische Reise durch die Wurzeln dieses romantischen Festes</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/valentinstag-der-tag-der-liebe-und-freundschaft-eine-historische-reise-durch-die-wurzeln-dieses-romantischen-festes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:49:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die blutige Vergangenheit&#160;des Valentinstag &#8211; eine etwas kopflose Geschichte „Die Vögel im Himmel versammeln sich an diesem Tage, damit jeder seinen Partner des Herzens findet und zusammen kommt, was zusammen gehört.“– Geoffrey Chaucer. Am&#160;Valentinstag&#160;feiern wir weltweit den Tag der Liebe und Freundschaft! Doch für viele ist dieser&#160;ein erfundener Tag des Kommerzes ohne jegliche Symbolik, an [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die blutige Vergangenheit&nbsp;des Valentinstag &#8211; eine etwas kopflose Geschichte</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=340x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i653cad7ea13d1152/version/1613290024/image.jpg" alt="Der Valentinstag - ein missverstandener Feiertag"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Valentinstag &#8211; ein missverstandener Feiertag</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Vögel im Himmel versammeln sich an diesem Tage, damit jeder seinen Partner des Herzens findet und zusammen kommt, was zusammen gehört.</em>“– Geoffrey Chaucer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;feiern wir weltweit den Tag der Liebe und Freundschaft! Doch für viele ist dieser&nbsp;ein erfundener Tag des Kommerzes ohne jegliche Symbolik, an welchem einzig und allein der Blumen- und Süßwarenhandel floriert. Dass seine Wurzeln jedoch bis in die Antike zurückreichen, ist vielen eher unbekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit wann feiern wir den&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;und warum wird er überhaupt so genannt? Was ist der Grundgedanke des&nbsp;<strong>Valentinstages</strong>? All diese Fragen werden wir heute beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lupercalien und die Göttin Juno &#8211; der Valentinstag im alten Rom</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob es eine direkte Verbindung zwischen dem römischen Fest der Fruchtbarkeit, die Lupercalien – das Fest der Wölfin – und dem&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;gibt, lässt sich nicht belegen. Jedoch wurde dieses Fest ebenfalls im Februar, zwischen dem 13. und 15., gefeiert.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=355x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/if05ebba31132cfce/version/1613290031/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ovid zufolge hing der Ritus der Luperei mit dem Kult der Juno Lucina zusammen. Bei dem Brauch der&nbsp;<em>Luperei</em>&nbsp;gürtelte man sich das Fell eines Bockes um, welcher zuvor geopfert worden war, und jede (Ehe-)Frau, die&nbsp;man auf seinem Weg traf, wurde damit geschlagen, um ihnen so Fruchtbarkeit zu schenken. Auf diesem Wege wurden die Geschlechtsreiferituale zur Menache, der ersten Menstruation von Frauen, abgehalten. Die römische Göttin Juno wurde zu diesem Anlass in Gestalt der Göttin Juno Februata, Göttin der Hochzeit, Ehe, Fruchtbarkeit und Reinigung, am 14. Februar mit Blumen als Opfergaben geehrt. Den Frauen wurden an diesem Tag Blumen geschenkt, Liebesorakel in Tempeln wurden abgehalten und verschiedensten Quellen zufolge wurden damals Pergamentpapiere mit Namen von ledigen Männern und Frauen gezogen und für ein Jahr miteinander verbunden, manchmal entstand daraus eine Ehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2007 wurde von italienischen Archäologen eine Höhle wiederentdeckt, manche vermuten, dass es sich um die Höhle Lupercal handelt, eine wichtige Kultstätte der Römer, welche am Fuß des Palatins lag, wovon sich auch das Fest der Lupercalien ableitet und in welcher Romulus und Remus von einer Wölfin gesäugt worden sind. Ob es sich wirklich um diese Höhle handelt, konnte bisher nicht verifiziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Valentinstag und sein Namenspatron</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;hat mehrere Namensgeber. Oftmals wird der 14. Februar der Legende des&nbsp;<em>Valentins von Rom</em>&nbsp;zugesprochen, jedoch auch dem&nbsp;<em>Hl. Valentin von Terni</em>. Beide wurden Ende des 3. Jahrhunderts nach Christus enthauptet und finden auf der Via Flaminia ihre Begräbnis- bzw. Verehrungsstätten, sind im Martyrologium des Hieronymus belegt und werden dem 14. Februar zugewiesen. Vermutlich vermischten sich die Legenden im Laufe der Zeit zu einer.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=161x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i9eb23d3e950d51e1/version/1550169036/image.jpg" alt="Liebesbriefe  werden oft mit &quot;Dein Valentin&quot; unterzeichnet"/><figcaption class="wp-element-caption">Liebesbriefe werden oft mit &#8222;Dein Valentin&#8220; unterzeichnet</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der&nbsp;<em>Heilige Valentin von Terni</em>&nbsp;ist dafür bekannt, dass er unter anderem den verkrüppelten Sohn eines Gelehrten heilte und als Helfer für die an Epilepsie erkrankte Menschen. Seine Darstellung – ein Erkrankter liegt zu Füßen des Heiligen – wird oftmals mit dem gleichnamigen Apostel&nbsp;<em>Valentin von Rätien</em>, Bischof von Passsau, verwechselt, obwohl diese Legenden nicht zusammengehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Legende des&nbsp;<em>Priesters Valentin aus Rom&nbsp;</em>besagt, dass er&nbsp;trotz Verbot des Kaisers Claudius II. Soldaten christlich verheiratete und den Liebespaaren Blumen aus seinem Garten zur Ehezeremonie schenkte. Damit widersetzte er sich den direkten Befehlen des Kaisers und wurde zum Tode verurteilt. Während seines Gefängnisaufenthaltes soll er sich in die Tochter des Gefängniswärters verliebt und dem Mädchen einen Brief mit „von deinem Valentin“ geschenkt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Valentin ist somit&nbsp;<strong>Patron der Liebesleute</strong>, aber auch der Bienenzüchter und bei Viehseuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob sich diese Legenden wirklich so ereignet haben, wissen wir nicht, jedoch gehen manche von einer Erfindung des romantischen 18. Jahrhunderts aus und sehen die Entstehung des Brauches im Mittelalter, vor allem zur Zeit des Minnesangs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch wissen wir, dass sowohl&nbsp;<em>Valentin aus Rom</em>&nbsp;als auch&nbsp;<em>Valentin aus Terni&nbsp;</em>gelebt haben. Während des Mittelalters wurden heidnische Feiertage und Bräuche zeitgleich mit christlichen Festen gelegt, damit der alte Brauch unter neuem Namen weitergefeiert werden konnte. Somit kann eine Entstehung während der Antike und Adaption während des Mittelalters sehr wohl als wahrscheinlich angenommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Traditionen des Valentinstag und ihr Ursprung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im mittelalterlichen England war es bereits im 14. Jahrhundert Brauch, sich am&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;mit Blumen und Liebesbriefen zu beschenken. Die damalige Verbreitung des&nbsp;<strong>Valentinstags</strong>&nbsp;verdanken wir unter anderem dem englischen Schriftsteller und Dichter&nbsp;<em>Geoffrey Chaucer,</em>&nbsp;welcher das Gedicht „The Parliament of Fowls“ am Hofe Richards II. Vortrug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Gedicht darüber, wie sich die Vögel am&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;unter der Aufsicht der Göttin Natur ihren Partner erwählen und Hochzeit hielten. Der Ursprung unseres bekannten Volksliedes “Vogelhochzeit” ist wohl darauf zurückzuführen. Im 18. Jahrhundert, dem Viktorianischen Zeitalter, waren verzierte Grußkarten, genannt „valentines“, unter Liebenden in Mode gekommen und die Sprache der Blumen florierte wieder, war jedoch schon zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. Tradition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neues Aufleben nach dem Zweiten Weltkrieg</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=355x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i9209a5e69e4e3dcb/version/1613290350/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Einwanderung in die nordamerikanischen Kolonialgebiete, vor allem durch die Engländer ab dem 17. Jahrhundert, lebte der Brauch des&nbsp;<strong>Valentinstages</strong>&nbsp;in den Vereinigten Staaten fort, während er in Europa aufgrund der Weltkriege langsam in Vergessenheit geriet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch wurde der&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;durch US‑Soldaten zum Ende des Zweiten Weltkrieges wieder nach Europa gebracht und somit in der ursprünglichen Heimat abermals gefeiert. Gerade nach diesem dunklen Teil unserer Geschichte wurde dieser Tag mit Begeisterung aufgenommen und erlangte vor allem durch Werbung von Floristen und Süßwarenhersteller große Bekanntheit in allen Teilen Europas. Besonders Frankreich, Belgien und England hießen den&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;herzlichst Willkommen, in der deutschsprachigen Gegend setzte sich dieser Brauch nur langsam durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jede Form der Liebe ist wichtig</strong>, die Liebe zwischen einem Liebespaar, zwischen Eltern und Kindern, in der Freundschaft, die Liebe zum Nächsten und zu uns selbst. Der&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;ist dafür da, uns daran zu erinnern, wie wichtig es ist, zu lieben und die Liebe nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen. Wir dürfen die Liebe pflegen und ehren, jedoch nicht nur an einem Tag im Jahr, sondern das ganze Jahr hindurch. Durch den Alltag kommt die Liebe manchmal zu kurz. Der&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;soll uns daher die Liebe und ihre Wichtigkeit noch einmal ins Gedächtnis rufen und gibt uns die Chance, unseren Liebsten zu zeigen, wie viel sie uns bedeuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen euch einen Tag voller Liebe und Romantik!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNow-Team</a></p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=265x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ifefa3723c22a6185/version/1677498303/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am Valentinstag noch nichts vor ?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wäre es mit einem Date mit Giacomo Casanova und einer prickelnden Reise in die Vergangenheit ? Auf unser Tour&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/das-erotische-wien/">Das erotische Wien</a>&nbsp;nehmen wir die Wiener Innenstadt einmal unter die rosarote Lupe. Es werden spannende Fragen aufgeworfen &#8211; Was suchen Geschlechtsorgane am Stephansdom? Was ist am Beichtstuhl in der Michaelkirche wirklich vorgefallen und wie viele Gspusis braucht die Frau von Welt ?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ihr die Antworten herausfinden wollt dann bucht jetzt eure Tour!</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=170x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/id769867e2a614bd8/version/1587631527/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;&nbsp;</p>
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		<title>Weltfrauentag: Eine Reflexion zur Geschichte und Gegenwart der Frauenrechte</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/weltfrauentag-eine-reflexion-zur-geschichte-und-gegenwart-der-frauenrechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anlässlich des Internationalen Frauentages am 08.03. habe ich beschlossen, ein paar Gedanken mit euch zu teilen. Ein ewiger Kampf scheint er mir, der Kampf um die Gleichberechtigung. Werden Männer und Frauen denn jemals die gleichen Rechte haben? Am 16. Februar 1919 war es Frauen zum ersten Mal erlaubt zu wählen. Das war gerade mal vor [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des Internationalen Frauentages am 08.03. habe ich beschlossen, ein paar Gedanken mit euch zu teilen. Ein ewiger Kampf scheint er mir, der Kampf um die Gleichberechtigung. Werden Männer und Frauen denn jemals die gleichen Rechte haben?</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=317x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i86ee68d6cbef044f/version/1551963293/image.jpg" alt="Erst seit 100 Jahren haben Frauen ein Wahlrecht in Ö"/><figcaption class="wp-element-caption">Erst seit 100 Jahren haben Frauen ein Wahlrecht in Ö</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. Februar 1919 war es Frauen zum ersten Mal erlaubt zu wählen. Das war gerade mal vor 100 Jahren. Klingt viel, ist für einen Archäologen aber nicht einmal ein Wimpernschlag. Man bedenke: Sogar eure Ur-Omi und euer Ur-Opi haben das damals noch miterlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich mir vorstelle, ich hätte als selbstbestimmte Frau um die Jahrhundertwende gelebt, müsste ich wohl damit rechnen ausgelacht, verstoßen oder sogar verhaftet zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke an Adelheid Popp, die Ikone der österreichischen Arbeiterbewegung, Clara Zetkin, die deutsche Revolutionärin, und Hildegard Burjan, Pionierin der bürgerlichen Politik – sie haben für Selbstbestimmtheit, fairen Lohn und das Wahlrecht für Frauen alles riskiert. Erfolgreich?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute, ganze 100 Jahre später, sind wir von einer Gleichstellung der Geschlechter nach wie vor weit entfernt. 36% beträgt der Frauenanteil in der Spitzenpolitik, im EU-Durchschnitt sind es sogar nur 29%. In Schweden und Finnland sieht es mit einer Frauenquote von mehr als 40% schon besser aus. Das Schlusslicht bilden Malta und Ungarn.&nbsp;Doch nicht nur im Bereich der Politik ist ein deutliches Ungleichgewicht sichtbar, es scheint als würde es wieder Trend, sich als Frau in Abhängigkeit zu begeben.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=358x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i4b02d5b7bd812b6a/version/1552036814/image.jpg" alt="Die ideale Frau - was heißt das überhaupt?"/><figcaption class="wp-element-caption">Die ideale Frau &#8211; was heißt das überhaupt?</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen gehen wieder vermehrt bewusst in die ganz gewöhnliche Mutterrolle und der Mann dient als Ernährer der Familie. Ab dem Moment in der Geschichte, in dem Frauen ihre Fruchtbarkeit selbst kontrollieren und ihr eigenes Geld verdienen konnten, erhöhte sich der Druck auf sie, ein gewisses Mutterbild zu erfüllen. Die einen werden sozial geächtet weil sie keine Kinder haben, gelten regelrecht als Rabenmütter, wenn sie neben den Kindern ihre Karriere weiter verfolgen, die anderen werden sozial unterdrückt, weil sie doch nur zu Hause bei den Kindern und wirtschaftlich abhängig sind. Emanzipation ist bisher nicht gelungen. Vor allem bei weniger privilegierten Frauen ist sie nicht angekommen, obwohl diese sie doch am nötigsten hätten, wie z.B. die Alleinerziehendenhaushalte. Wie kann Emanzipation erfolgreich sein, wenn Frauen noch immer wirtschaftlich abhängig sind? Finanzielle Einbußen sind hier die Regel, so bekommen Frauen 40% weniger Pension. Viele sehen keine Möglichkeit&nbsp;sich im höheren Alter von ihrem Partner zu trennen, aus Angst nicht überleben zu können. Das betrifft nicht nur Personen mit Migrationshintergrund, sondern durchaus auch den Mittelstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man vergisst oft, dass eine konservative Wende aber auch für die Männer in unserer Gesellschaft eine große Belastung bedeutet. Wollen Männer überhaupt eine Alleinverdienerrolle einnehmen? Eine solche bringt zwar Macht, aber auch sehr viel Druck. Männer werden dabei ebenso in ihren Entfaltungsmöglichkeiten beschränkt, wenn es denn heißt, eigentlich ist der Vater in der Kindererziehung ohnehin verzichtbar. Auch das ist eine Geschlechtsdiskriminierung.&nbsp;Viele Männer finden sich in einer Identitätskrise: Was ist ein Mann in der heutigen Zeit? Was haben wir für ein Männerbild?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es scheint sich außerdem fast eine Art Nüchternheit in der Gesellschaft auszubreiten. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen wird dies in den Daten neuer Studien an der Europa-Universität Flensburg deutlich. Die jungen Teilnehmer wurden gefragt: Wie stellt ihr euch euer Leben als Erwachsener vor? Die Antworten waren überraschend: Das Thema Angepasstheit fällt massiv auf, die Probanden wünschen sich vorrangig ein materiell abgesichertes Leben und sehen es in ihrer eigenen Verantwortung aus ihrem Leben etwas zu machen. Nur die absoluten Ausnahmefälle üben Kritik an der Gesellschaft oder der Politik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo bleiben die Aufmüpfigkeit und das kritische Hinterfragen? Friedensbewegungen, Feminismus und Emanzipation – Jugendliche könnten sich einbringen in das politische System, in Verbände, in Parteien. Was die Studie zeigt ist, dass ein großer Druck auf jungen Menschen lastet, vor allem was die Berufswahl betrifft. Gleichzeitig legen die Jugendlichen aber auch eine merkwürdige Zufriedenheit mit der Gesellschaft an den Tag und geben sich selbst die Schuld, wenn sie dem Druck nicht standhalten.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=255x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ic09187afd4bf6e89/version/1551965364/image.jpg" alt="Gleichberechtigung: Der erste Schritt ist getan, doch es ist noch ein langer Weg."/><figcaption class="wp-element-caption">Gleichberechtigung: Der erste Schritt ist getan, doch es ist noch ein langer Weg.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich für meinen Teil wünsche mir viel mehr Aufklärung und Sensibilisierung der Gesellschaft zu weiblichen Themen. Und ich hoffe, dass die Vorarbeit all der tapferen Frauen in der Geschichte, die in ihrem Leben alles riskiert haben um die Zukunft zu verbessern, mehr tapfere Nachfolgerinnen haben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind noch lange nicht dort angelangt, wo wir hin wollen im Kampf für die Gleichberechtigung – also auf auf ihr Frauen und Männer, wir wollen mehr!</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=265x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ifb3beba98a1234b0/version/1677498687/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 8. März ist Weltfrauentag</strong> und dieser Tag eignet sich hervorragend, um sich auf die Spuren der wichtigsten Frauen der Wiener Geschichte zu begeben. Auf unserer Tour &#8211; <a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/stadt-der-frauen/">Stadt der Frauen</a> erfahrt ihr, wo ihr diesen Frauen in der Wiener Innenstadt begegnen könnt und was es mit ihren bemerkenswerten Geschichten auf sich hat.</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=193x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i62bb88b8d35b8b25/version/1697798708/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mag. Miriam Weberstorfer</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gründerin von&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW</a></p>
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		<title>Muttertag: Eine historische Reise durch die Wurzeln und Traditionen dieses besonderen Tages</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/muttertag-eine-historische-reise-durch-die-wurzeln-und-traditionen-dieses-besonderen-tages/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:36:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Sonntag ist Muttertag und wir haben uns gefragt, wo kommt denn dieser Feiertag eigentlich her? Wo hat er seinen Ursprung und warum feiern wir ihn heute noch?&#160;Findet gemeinsam mit uns die Antworten dieser Fragen und noch vieler weiteren heraus&#8230; Die Ursprünge des Muttertags Es kostet mich nicht viel Zeit herauszufinden, dass die Ursprünge des [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Am Sonntag ist Muttertag und wir haben uns gefragt, wo kommt denn dieser Feiertag eigentlich her? Wo hat er seinen Ursprung und warum feiern wir ihn heute noch?&nbsp;Findet gemeinsam mit uns die Antworten dieser Fragen und noch vieler weiteren heraus&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ursprünge des Muttertags</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kostet mich nicht viel Zeit herauszufinden, dass die Ursprünge des Muttertages bis zur Verehrung der Göttin Rhea, eine der Titaniden aus der griechischen Mythologie, in der Antike reichen. Außerdem gibt es weitere Spuren bis zu den Römern, die den Kybele- und Attiskult feierten, einen Mysterienkult.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Teil der griechischen und später römischen Bevölkerung bestand aus Anhängern von Mysterienkulten. Die Gottheiten, die in diesen Kulten verehrt wurden, waren keine gebürtigen Götter. Vielmehr konnten sie, so wie die Menschen, Schmerzen und auch den Tod erfahren, welchen sie überwunden. So waren sie den Gläubigen wesentlich näher als andere Gottheiten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=229x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/id0b89c952c05abfe/version/1557424863/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In Mysterienkulten finden wir neben dem sterbenden und auferstehenden Gott drei Phänomene:</p>



<p class="wp-block-paragraph">den Mutterkult, die Wiedergeburt und die Unsterblichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um all das zu verbinden, wird die Mysteriengottheit als eine Vegetationsgottheit erklärt, welche mit den vier Jahreszeiten stirbt und wieder aufersteht. Eng verbunden mit der Mutter Erde haben die beiden den Kreislauf des Lebens erschaffen. Eine schöne Idee.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mothering Day</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der heutigen Form entstand der Muttertag aber natürlich weitaus später. 1644 wird in England erstmals ein &#8222;Mothering Day&#8220; erwähnt, an dem sich alle Kinder und Enkel bei den Eltern versammelten um gemeinsam zu feiern. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde er dort bereits in größerem Rahmen begangen, bis er dann im Rahmen der US-amerikanischen Frauenbewegung langsam Form annimmt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Amerikanerin&nbsp;<strong>Ann Maria Reeves</strong>&nbsp;wollte 1865 die Mütterbewegung „Mothers Friendships Day“ begründen. Der Tag sollte den Austausch von Müttern zu aktuellen Fragen fördern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den offiziellen Muttertag, &#8222;General Memorial Day of all Mothers&#8220;, begründete dann&nbsp;<strong>Anna Marie Jarvies</strong>, Ann Maria Reeves Jarvis‘ Tochter nach deren Tod. 1914 wurde er zum ersten Mal als Staatsfeiertag begangen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;Ironischerweise wandte sich Anna Marie Jarvies nach der erfolgreichen Verbreitung des Feiertags selbst wieder von der Bewegung ab und begann sich erfolglos für die Abschaffung des Feiertages einzusetzen. Gemeinsam mit ihrer Schwester Ellsinore wandte sie letztendlich die gesamte Erbschaft&nbsp; für den Kampf gegen den, von ihr selbst ins Leben gerufenen Feiertag, auf. Beide Schwestern starben in Armut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Muttertag in Österreich</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=267x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i6debcb6a5673085b/version/1557424863/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In Österreich gilt&nbsp;<strong>Marianne Hainisch</strong>, die Begründerin der Frauenbewegung, als Initiatorin des Muttertages im Jahre 1924. Marianne Hainisch forderte bereits 1870 die Errichtung von Realgymnasien für Mädchen und die Zulassung zum Studium.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute ist der Muttertag am 12. Mai eine willkommene Gelegenheit all den Müttern da draußen zu gedenken und so hat wahrscheinlich jede und jeder von uns seine ganz persönlichen Gebräuche für diesen Tag entwickelt!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In diesem Sinne wünschen wir allen Müttern einen wunderschönen Muttertag!</strong></p>



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<figure class="wp-block-image"><a href="https://archaeo-now.com/gutscheine/"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=175x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ie7aa975aa357f9db/version/1557424863/image.jpg" alt=""/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Noch auf der Suche nach einem schönen&nbsp;Muttertagsgeschenk?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Schenke gemeinsame Zeit und einen wunderschönen Tag mit unseren&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/buchung/gutscheine/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gutscheinen</a>&nbsp;&lt;3</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=167x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i680a326833e66723/version/1558684916/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mag. Miriam Weberstorfer</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gründerin von&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW</a></p>
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		<title>Halloween: Die geheimnisvolle Nacht der Toten und ihre historischen Wurzeln</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/halloween-die-geheimnisvolle-nacht-der-toten-und-ihre-historischen-wurzeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:25:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einmal im Jahr begegnen uns auf der Straße Vampire, Skelette, Zombies und andere gruselige Gestalten und wir wissen – es ist Halloween! Aber woher kommt dieser Brauch? Die meisten von uns gehen davon aus, dass er aus Amerika stammt, aber das ist nicht ganz richtig. Ursprünglich stammt das Fest aus dem europäischen Raum und wurde [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Einmal im Jahr begegnen uns auf der Straße Vampire, Skelette, Zombies und andere gruselige Gestalten und wir wissen – es ist Halloween!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber woher kommt dieser Brauch? Die meisten von uns gehen davon aus, dass er aus Amerika stammt, aber das ist nicht ganz richtig. Ursprünglich stammt das Fest aus dem europäischen Raum und wurde erst durch die Auswanderung der Iren im 18. und 19. Jahrhundert nach Amerika mitgenommen und dort zu dem Halloween weiterentwickelt, wie wir es heute kennen – „Süßes oder Saures?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bedeutet Halloween?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beschäftigen wir uns vorerst kurz mit der Onomastik, der Namenkunde. Dazu müssen wir den Namen zuerst einmal zerlegen! Früher wurde Halloween mit Hallowe’en abgekürzt, was im Grunde einfach nur eine Verballhornung von All Hallow Eve’s darstellte. Eve’s wurde ebenfalls abgekürzt und bedeutet ausgeschrieben evening: All Hallow Evening. Auf Deutsch übersetzt bedeutet dies wiederum Allerheiligenabend!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name gibt somit ganz genau das wieder, was Halloween ist: der Abend bzw. die Nacht vor Allerheiligen (All Hallows Day).</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=232x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i5211125b5ddc7bdf/version/1572517533/image.jpg" alt="Halloween: Totengedenktag und Erntefest"/><figcaption class="wp-element-caption">Halloween: Totengedenktag und Erntefest</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Halloween ist u.a. auch als Totengedenktag, Schattenfest, Erntefest bzw. -sabbat, Old Hallowmas oder Old Halloween und Samhain bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt übrigens eine Ballade über einen halbdämonischen Zauberkönig bzw. Mädchenmörder Hallewijn aus dem Niederländischen (13. Jahrhundert), jedoch konnte bisher noch keine Verbindung zu Halloween festgestellt werden. Aber all das lässt nicht darauf schließen, warum es gefeiert wird oder woher der Brauch stammt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Ursprung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie den meisten sicherlich bewusst ist, wurde durch die Christianisierung so manch heidnisches Fest weiterhin gefeiert, aber mit einer christlichen Bedeutung versehen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich dann daraus ein christliches Fest und die heidnische Bedeutung ging verloren. So auch&nbsp;Samhain.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Würden wir nun die Zeit zurückdrehen, um zu den Ursprüngen dieses Festes zu gelangen, so würden wir uns in Irland wiederfinden. Vermutlich würden wir entweder einem großen Feuer als Symbol für die Sonne beiwohnen oder in einem verriegelten Haus sitzen, das von zu Fratzen geschnitzten Rüben, die mit Kerzen vor dem Hause leuchten und böse Geister vertreiben, beschützt wird: Die Nacht der Lebenden und Toten war angebrochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Irland, aber auch auf den anderen britischen Inseln, wurde Samhain (neuirisch Saun‘), in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert. Heutzutage heißt das Fest&nbsp;Oíche Shamhna. Noch weiter zurückgehend, wurde das Fest nicht nach dem Sonnenkalender, sondern nach dem Mondkalender festgelegt: immer zum elften Neumond des Jahres. Das Dunkle Samhain wurde auch als kurze Regentschaft der Unterwelt angesehen, bis zur Wintersonnenwende, auch als Yule bekannt, an dem das Licht – im Christlichen Jesus – (wieder)geboren wurde. Samhain, oder auch Samfuin, bedeutete ursprünglich Summer’s End bzw. Tod des Sommers und verkündete somit das Ende des Sommers.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=283x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i2785c62d7009efd4/version/1572517533/image.jpg" alt="Samhain - nur ein Tag der Toten? "/><figcaption class="wp-element-caption">Samhain &#8211; nur ein Tag der Toten?</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Samhain läutete auch den irisch-keltischen Jahresbeginn ein, ein Hinweis darauf ist u.a. der erste Monat des keltischen Kalenders von Coligny namens Samonios – also im Prinzip unser heutiges Silvester. Übrigens, manchen Quellen zufolge fand Samhain auch über mehrere Tage und sogar Wochen statt und stellte einen vergänglichen sowie zeitlosen Augenblick dar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Wales zählte das Fest zu den „drei Geisternächten“,&nbsp;teir nos ysprydnos, und wurde&nbsp;Nos Calan gaeaf&nbsp;genannt, sozusagen die Nacht des Winteranfangs. Es wird angenommen, dass Allerheiligen und Allerseelen diesen Festen entsprungen sind, da all diese Feste eines gemeinsam haben: das Gedenken der Toten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bräuche und Traditionen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Samhain hatte in Irland viele verschiedene festliche Traditionen, die zu erläutern den Rahmen eines Blogartikels leider sprengen würden, daher werden wir uns auf die wichtigsten Bräuche beschränken!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es heißt, dass der Schleier zwischen dem Dies- und Jenseits in der Nacht von Halloween am dünnsten ist, daher soll es den Lebenden möglich gewesen sein, mit den Verstorbenen Kontakt aufzunehmen. Rituale zur Kontaktaufnahme mit den Verstorbenen wurden genauso angewandt wie auch die Ehrung der Toten. Es wurde – genauso wie heute zu Silvester – gerne orakelt und damit versucht, in die Zukunft zu schauen. Traditionellerweise lässt man beim Abendbrot immer einen Platz am Esstisch für die Ahnen frei.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=284x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/icb0b88966c8955b0/version/1572542358/image.jpg" alt="Ausgehöhlte Rüben schützen vor bösen Geistern"/><figcaption class="wp-element-caption">Ausgehöhlte Rüben schützen vor bösen Geistern</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um die rachsüchtigen Geister fern zu halten, schützte man sich, in dem ausgehöhlte Rüben mit Feuer darin aufgestellt wurden. Diese Rübengeister gab es bei uns in&nbsp;<strong>Österreich</strong>&nbsp;mancherorts schon vor dem Begriff Halloween! Damals wurden bei uns Zuckerrüben ausgehöhlt, Fratzen hineingeschnitzt und Kerzen hineingestellt. Die Kinder zogen daraufhin durch die Dörfer und baten um Gaben, jedoch waren sie zu jener Zeit noch nicht verkleidet. Wobei sich die Iren durchaus teilweise verkleidet haben – zur Tarnung und um die bösen Geister der Anderswelt, Sid, abzuschrecken und zu vertreiben. Samhain war im irisch-keltischen Jahreskreis auch das dritte Erntefest, zu welchem oftmals große Schlachtungen stattfanden.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=198x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i3cd18814f302580d/version/1572517533/image.jpg" alt="Amerika: Die Jack O'Lantern"/><figcaption class="wp-element-caption">Amerika: Die Jack O&#8217;Lantern</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Als der Lichtbrauch nach Amerika kam, wurden anstatt der Rüben Kürbisse verwendet, die irische Legende von Jack O’Lantern wurde ausgebaut. Um 1900 war Halloween leider eine Nacht der Zerstörung, jedoch versuchten einige Organisationen wie z.B. die Pfadfinder, dies einzudämmen. Daraus entwickelte sich um 1930 die „Beggar’s Night“, Bettlernacht, und der Brauch von „trick or treat“ bzw. „Süßes oder Saures“, „Schokolade oder Schabernack“, da Kinder nun anstatt Unfug zu machen, Süßigkeiten einheimsten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Traditionen sind u.a. Kürbisschnitzwettbewerbe, Kürbiswiegen und Verkleiden, aber auch die weniger bekannten Bräuche wie z.B. Apfelschalenwerfen. Apfelschalen werden entweder über die Schulter oder in ein Wasserfass geworfenen und zeigen den ersten Buchstaben des zukünftigen Partners. Eiweiß, welches in Wasser gegossen wird, zeigt, wie viele Kinder man bekommt, und gestreutes Mehl und Korn vom Grab bis nach Hause sollte früher den Verstorbenen den Weg weisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fest hat aber natürlich auch kommerzielle Hintergründe. Um den Umsatz zwischen Schulbeginn und Weihnachten zu erhöhen, wurde Halloween in Österreich Anfang der 90er Jahre stark beworben, u.a. erhielten 1997 einige Geschäftsleute in Wien-Döbling ein Flugblatt mit dem Appell: „Hallo Wien – Halloween, Wien beleben in toter Zeit“. Die Geschäfte zogen natürlich mit und der Plan ging auf. Apropos, die Lokalbesitzer des Ma Pitom im Bermuda-Dreieck waren die ersten, die in Wien eine Halloween-Party veranstalteten (1995).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">So düster Halloween auch wirken mag, es fordert uns dazu auf, sich mit den Themen des Loslassens, Abschieds, Trauer und mit dem Tod, aber auch mit der Hoffnung zu beschäftigen. Denn an diesen Tagen Gedenken wir den Verstorbenen, verarbeiten unsere Trauer, aber sollten auch mit Dankbarkeit und in positiver Erinnerung unserer Vorfahren gedenken. Wir begegnen den Toten und werden uns daher über unsere eigene Endlichkeit bewusst, und darüber, wie wichtig es ist, unserem Leben einen Sinn zu verleihen und dafür dankbar zu sein.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist wichtig – gerade in der heutigen, schnelllebigen Zeit – den Blick nach innen zu wenden, die innere Stille zu umarmen, sich mit der eigenen Seele auseinanderzusetzen, sich geistig weiterzuentwickeln und mit neuer Energie und Hoffnung voran zu gehen. Wir sollten an diesen Tagen Altes loslassen und den Samen für das Neue säen!</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/none/path/sbf72ee295f333049/image/id7acf6d4cb75c8d4/version/1677497103/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Noch nicht genug von schaurigen Geschichten aus der Wiener Innenstadt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erkundet mit unserer Rallye &#8222;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/schaurige-stadt/">Die schaurige Stadt</a>&#8220; oder dem &#8222;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/halloween/">Halloween Special</a>&#8220; die gruseligsten Ecken von Wien! Wir freuen uns auf euch.</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=179x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i84183ab27ac01994/version/1587631570/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA. </p>
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		<title>Die Legende des Heiligen Martin: Eine fesselnde Reise in die Geschichte und Traditionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:24:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die meisten von uns kennen sicherlich das traditionelle Martinigansl. Und wenn wir an einem Laternenzug mit Kleinkindern vorbeigehen, die gerade das Lied „Ich geh mit meiner Laterne“ singen, denken auch wir Erwachsene nostalgisch daran zurück, als wir damals voller Stolz unsere Laterne getragen und gefeiert haben. Aber was genau feiern wir eigentlich am 11. November [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die meisten von uns kennen sicherlich das traditionelle Martinigansl. Und wenn wir an einem Laternenzug mit Kleinkindern vorbeigehen, die gerade das Lied „Ich geh mit meiner Laterne“ singen, denken auch wir Erwachsene nostalgisch daran zurück, als wir damals voller Stolz unsere Laterne getragen und gefeiert haben. Aber was genau feiern wir eigentlich am 11. November zu „Martini“&nbsp;und warum essen wir dazu eine Gans? Und wieso gehen wir mit einer Laterne, um den&nbsp;<strong><em>Heiligen Martin</em></strong>&nbsp;zu ehren?</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7642541081">MARTIN VON TOURS</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir lernen zwar in der Grundschule die Geschichte des&nbsp;<strong><em>Hl. Martins</em></strong>&nbsp;und wie er damals seinen roten Mantel mit einem armen Mann geteilt hat, aber wisst ihr auch, wer er war und woher er kam?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um 316 nach Christus wurde Martin von Tours in Szombathely (Ungarn) als Sohn eines heidnischen römischen Tribuns geboren, von dem er jedoch christlich erzogen worden ist. Generell wird angenommen, dass er seinem Vater zuliebe mit nur 15 Jahren in die römische Reiterarmee eintrat, jedoch befahl&nbsp;<a href="https://freie-referate.de/geschichte/konstantin-i-der-grosse-biographie-lebenslauf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Kaiser Konstantin I.</a>&nbsp;damals, dass alle Soldatensöhne der römischen Armee zu dienen hatten. Selbst als Soldat war er gütig und behielt von seinem Sold meist nur das, was er zum Leben brauchte, den Rest gab er oft den Armen. Er wurde schließlich mit</p>



<p class="wp-block-paragraph">18 Jahren christlich getauft.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=313x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i1b0cea99db439a55/version/1573728493/image.jpg" alt="Die wohl bekannteste Legende des Hl. Martin:  Das Teilen des römischen Umhangs*"/><figcaption class="wp-element-caption">Die wohl bekannteste Legende des Hl. Martin: Das Teilen des römischen Umhangs*</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">In der wohl bekanntesten Legende vom Hl. Martin wird seine christliche Nächstenliebe besonders hervorgehoben:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als er um 338 zum Stadttor von Amiens ritt, traf er einen in Lumpen gehüllten Bettler an und hatte als einziger Mensch Mitleid mit ihm, sodass er seinen Mantel mithilfe seines Schwertes teilte und dem Armen die eine Hälfte schenkte. Alle anderen sahen beschämt oder verächtlich weg und halfen ihm nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was sich vielleicht so mancher von uns frag – was macht ein armer Bettler mit einem halben Mantel? Nun, da Martin zum damaligen Zeitpunkt bereits ein hoher Offizier war, trug er einen großen, römischen Umhang – selbst wenn man diesen teilte, konnte man sich darin wohlig warm einmurmeln!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Engelsschar und der vermeintliche Bettler erschienen Martin in der darauffolgenden Nacht im Traum und der Bettler gab sich als Jesus Christus zu erkennen, der ihn ob seiner Barmherzigkeit prüfen wollte. Dieser Traum ließ ihn über sein Leben und Wirken nachdenken, der schließlich dazu führte, dass er 25 Jahre später, etwa 356, aus dem Militär ausschied, da das christliche Leben sich nicht mit dem Soldatendienst vereinbaren ließ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der „Vita Sancti Martini“ berichtet Sulpicius „Severus“ Martins Absage an den Kaiser wie folgt:&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Bis heute habe ich dir gedient, Herr, jetzt will ich meinem Gott dienen und den Schwachen. Ich will nicht mehr länger kämpfen und töten. Hiermit gebe ich dir mein Schwert zurück. Wenn du meinst, ich sei ein Feigling, so will ich morgen ohne Waffen auf den Feind zugehen.“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">*entnommen aus der Vita Sancti Martini, verfasst von Sulpicius Severus, um 395</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach wurde er unter anderem zum Exorzisten geweiht, wurde Mönch, missionierte durch Länder, lebte Zeit seines Lebens asketisch, zeitweise sogar als Einsiedler und ließ sich letztendlich in Frankreich, in Tours, nieder.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7642542381">DER HL. MARTIN UND DIE GÄNSE</h2>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=299x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/id6a24c676110e2fe/version/1573728493/image.jpg" alt="Verrat durch Gänse - werden sie deshalb gegessen?**"/><figcaption class="wp-element-caption">Verrat durch Gänse &#8211; werden sie deshalb gegessen?**</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zweite Legende, die gerne erzählt wird, handelt um seine Weihe zum Bischof von Tours.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als der alte Bischof starb, wollten die Menschen Martin als neuen Bischof. Der Sage nach fühlte er sich dieser Aufgabe nicht würdig und dieser Verantwortung nicht gewachsen, daher versteckte er sich in einem Gänsestall. Die Gänse erschraken und meldeten diesen Eindringlich mit wildem und lautem Geschnatter, sodass die Menschen darauf aufmerksam wurden und sicherheitshalber nach dem Rechten sahen. So wurde Martin letztlich doch entdeckt und zum Bischof von Tours geweiht. Eine andere Variante erzählt davon, dass er während seiner Predigt als Bischof von schnatternden Gänsen unterbrochen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Gänse ihn nun verraten oder unterbrochen hatten – in beiden Fällen müssen sie bis heute Buße tun, indem sie zu Sankt Martin gebraten werden – zumindest erzählt man sich das.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7642544081">DIE WAHREN HINTERGRÜNDE DER MARTINIGANS</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Martinigansl hat aber eigentlich einen ganz anderen Hintergrund: Der St. Martinstag war früher auch der Hauptzinstag der Bauern, an diesem Tag begann sozusagen das neue Wirtschaftsjahr, der gleichzeitig einiges an Aufgaben mit sich brachte, unter anderem wurde der Dienerschaft der Lohn ausbezahlt, Zins musste abgeführt werden, Zinsverträge wurden abgeschlossen und das Gesinde durfte an diesem Tag – ebenso wie an Maria Lichtmess – den Bauern bzw. Dienstherrn wechseln.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Gans kommt an diesem Tage eine besondere Bedeutung zu, denn der 11.11. war auch ein Schlachttag, an dem das Vieh geschlachtet wurden, da sich deren Durchfüttern über den Winter nicht rentierte bzw. aufgrund knapper Vorräte oftmals nicht möglich war. So auch die Gans, die manchmal auch als Zinsbeigabe an die Grundherren diente und als „Lesgans“ bei der Weinlese den Helferlein geschenkt wurde. Vor dem großen Fasten in der Adventzeit – damals begann diese bereits am 12. November als 40-tägige Fastenzeit (wie die Passionszeit), die sogenannte „Martinsquadragese“ – labte man sich also gerne an dem frisch geschlachteten Gansl – hatte man am nächsten Tag „Martinsschmerzen“, so hatte man wohl zu tief ins Glas geschaut und sich übergessen! Daraus entwickelte sich unser heutiges traditionelles Ganslessen. Apropos, es wurden auch Gans-Wettkämpfe, auch bekannt als Ganslreißen oder -schlagen, abgehalten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens, Gänse dienten auch als Wächter- und Alarmanlage! Sie waren im Alten Rom hoch angesehen, da sie bei einem Überraschungsangriff der Gallier die schlafenden Bewohner durch ihr Geschnatter noch rechtzeitig wecken konnten und die Stadt somit erfolgreich verteidigt wurde. Des Weiteren sind Gänse überaus lernfähig, wachsam und haben ein sehr gutes Sehvermögen. In Teilen Schottlands wird die Gans noch heute in Whiskey-Destillerien als &#8222;Wachhunde&#8220;&nbsp;eingesetzt!</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7642546681">SANCTI MARTINI</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nun zurück zum&nbsp;<em><strong>Hl. Martin</strong></em>: er war beim Volk ein recht beliebter Mann, stets fürsorglich und half den Armen und Kranken. Er war auch ein gerechter und treusorgender Bischof und führte Missionsreisen durch sein ganzes Bistum in Frankreich. Bis zu seinem Ende blieb er seiner schlichten Lebensart und demütigen Haltung treu. Er äußerte damals als einer der wenigen Bedenken gegen die Übernahme von den römischen Elementen des Kaiserkultes, wie z.B. Throne für Bischöfe, Verehrung durch Proskynesis, Verwendung von Weihrauch usw.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Saint-Martin_de_Tours#/media/Datei:Tours,_Saint_Martin.JPG" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=253x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/id0709a0458fbe766/version/1573728493/image.jpg" alt="Saint-Martin de Tours: in ihrer Krypta befindet sich das Grab des Hl. Martin***"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Saint-Martin de Tours: in ihrer Krypta befindet sich das Grab des Hl. Martin***</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Er starb am 8. November während einer seiner Missionsreisen im Jahr 397 und wurde nach Tours gebracht, wo er drei Tage später beigesetzt wurde, deswegen gedenken wir heutzutage dem&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Hl. Martin</strong></em>&nbsp;am 11. November.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er war der erste Nichtmärtyrer, der heiliggesprochen und von König Chlodwig I. zum Schutzherrn der fränkischen Könige und des Volkes erklärt wurde. Der&nbsp;<strong><em>Heilige Martin&nbsp;</em></strong>wird meistens als römischer Reiter mit Mantel und Gänsen dargestellt, manchmal auch als Bettler mit dem roten Umhang.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über seinem Grab wurde eine Kapelle errichtet, die von vielen Pilgern besucht wird. Mittlerweile gibt es sogar zwei Martinus-Pilgerwege, genannt „Via Sancti Martini“. Die Mittelroute verläuft von Szombathely (Ungarn), Österreich (u.a. auch durch Klosterneuburg, Nähe Wien), Deutschland, Luxemburg, Belgien nach Tours (Frankreich) und die sogenannte Südroute beginnt ebenso in Szombathely, geht dann jedoch über Slowenien, Kroatien, Italien, nach Tours (Frankreich).</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7642550781">MARTINIBRÄUCHE</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Martinigans – und in seltenen Fällen gab es auch das Martinischwein – ist einer der bekanntesten Martinibräuche sicherlich das Laternenfest. Das hat verschiedene Ursprünge, einerseits wurden früher vermehrt Martinifeuer entzündet – die heutigen Kinderlaternen können daher als ein Relikt davon angesehen werden. Andererseits ist am 10. November der Gedenktag Martin Luthers und der Vorabend des Martinifestes, daher versammelten sich an diesem Abend die Menschen und ihre Kinder mit Lampions aus Papier, um dem Reformator und dem&nbsp;<strong><em>Hl.&nbsp;Martin</em></strong>&nbsp;zu gedenken.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mancherorts wird das Laternenfest als Martinsumzug gefeiert: an der Zugspitze reitet der „Heilige“, welcher manchmal von einem „Bettler“ begleitet wird, dicht gefolgt von Kindern mit ihren Papierlaternen, die zu Ehre des Heiligen Martins Lieder singen. Dieser Umzug ist aus der kirchlichen Lichtsymbolik nicht mehr wegzudenken, welche mit Allerseelen (2.11.) beginnt und mit Lichtmess (2.2.) endet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In manchen Gegenden ziehen singende Kinder – wie die Sternensänger – von Tür zu Tür und ersuchen um Gaben wie Äpfel, Gebäck und Nüsse – „Martinisänger“ wäre dafür doch ein passender Name? Auch dieser Brauch geht auf den Zinstag zurück, da damals einiges in Naturalien bezahlt worden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sogenannte „Martiniloben“ ist im Burgenland bekannt, dort wird – in einigen Orten immer noch – am 11.11. der erste Jungwein getrunken. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war es üblich gewesen, dass der junge Wein nach dem größten Martini-Trunkenbold benannt wurde – so entstanden Weinnamen wie Franzl- oder Gustlwein. In den Niederlanden gab es das Armenbrauchtum: am 11. November wurde Wein an die Bettler ausgeschenkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dies hier war nur ein kleiner Auszug der Martinibräuche – wir könnten diese Liste noch lange fortführen! Von all diesen Traditionen haben sich leider nicht mehr so viele erhalten – heutzutage verbinden wir mit Martini hauptsächlich das Ganslessen und das Laternenfest. Glücklicherweise haben sich sehr viele Lieder bis heute erhalten und mancherorts werden bis heute Martinifeuer entzündet oder das Martinisingen gelebt! Wir sollten auf jeden Fall an diesen Traditionen festhalten und vielleicht können wir ja einige der anderen Bräuche wiederaufleben lassen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=300x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/icdaf53a53ca139af/version/1677497716/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit der&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/wiener-weihnacht/">Wiener Weihnacht</a>&nbsp;Adventrallye&nbsp;von ArchäoNOW&nbsp;werden Weihnachtsträume wahr:&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gemeinsam entdeckt ihr bei diesem Erlebnis alles rund um den Wiener&nbsp;Advent.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Längst vergessene Weihnachtsbräuche, Christkindlmärkte und die Geschichte des Christbaums versüßen euren geheimnisvollen Pfad durch alte Gassen und sagenumwobene Innenhöfe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jetzt&nbsp;den Glanz der Weihnachtszeit in der charmanten Wiener Altstadt erleben und dabei gemeinsam auf &nbsp; &nbsp;eine bezaubernde Spurensuche begeben.</strong></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">*Bildquelle:&nbsp;<a href="mailto:Rupprecht@kathbild.at" target="_blank" rel="noreferrer noopener"></a>Rupprecht@kathbild.at, Franz Josef Rupprecht</p>



<p class="wp-block-paragraph">**Bildquelle:&nbsp;Pflastermosaik in Freiburg vor dem Kreuzgang von St. Martin, Andreas Schwarzkopf</p>



<p class="wp-block-paragraph">***Bildquelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Saint-Martin_de_Tours#/media/Datei:Tours,_Saint_Martin.JPG),&nbsp;&nbsp;Parsifall<a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Parsifall&amp;action=edit&amp;redlink=1"></a></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=162x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i78ba6ca3e6be8270/version/1587631637/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA. </p>
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		<title>Die Geschichte des Adventskalenders: Ursprünge und Bedeutung einer beliebten Tradition</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/die-geschichte-des-adventskalenders-urspruenge-und-bedeutung-einer-beliebten-tradition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:23:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DIE GEBURTSSTUNDE DES ADVENTKALENDERS Seinen Beginn hat der&#160;Adventkalender&#160;ungefähr in der Mitte des 19. Jahrhunderts, im deutschsprachigen Raum. Zunächst muss man unterscheiden, ob sich ein&#160;Adventkalender&#160;auf das Kirchenjahr oder das kalendarische Jahr bezieht. Beim ersten umfasst der&#160;Adventkalender&#160;den ersten Adventsonntag, der bereits in den November fallen kann, bis Weihnachten oder zu den Heiligen Drei Könige; der „Bürgerkalender“ (kalendarische&#160;Adventkalender) [&#8230;]</p>
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<h1 class="wp-block-heading" id="h-"></h1>



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<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7645366181">DIE GEBURTSSTUNDE DES ADVENTKALENDERS</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen Beginn hat der&nbsp;<em><strong>Adventkalender</strong></em>&nbsp;ungefähr in der Mitte des 19. Jahrhunderts, im deutschsprachigen Raum. Zunächst muss man unterscheiden, ob sich ein&nbsp;<em><strong>Adventkalender</strong></em>&nbsp;auf das Kirchenjahr oder das kalendarische Jahr bezieht. Beim ersten umfasst der&nbsp;<em><strong>Adventkalender</strong></em>&nbsp;den ersten Adventsonntag, der bereits in den November fallen kann, bis Weihnachten oder zu den Heiligen Drei Könige; der „Bürgerkalender“ (<em>kalendarische&nbsp;<strong>Adventkalender</strong></em>) beginnt am 1. Dezember und endet mit Heilig Abend, dem 24. Dezember.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=376x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i13f73e193f8ceb4a/version/1575315096/image.jpg" alt="Weihnachtliche Bilder als Vorgänger des heutigen Adventkalenders"/><figcaption class="wp-element-caption">Weihnachtliche Bilder als Vorgänger des heutigen Adventkalenders</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im 19. Jahrhundert war es üblich, dass man sich als Katholik*in täglich zu Adventandachten traf;&nbsp;als Evangelist*in zelebrierte&nbsp;man die Adventzeit&nbsp;zu Hause mit der Familie &#8211;&nbsp;durch Aufsagen von Versen, Vorlesen von Bibelstellen oder gemeinsames Singen und Beten. Die verbliebene Zeit bis Weihnachten stellte vor allem für Kinder eine abstrakte Größe dar – sie konnten sich einfach nicht vorstellen, wie lange es noch dauert, bis Weihnachten gefeiert wird. So entstanden in vielen Familien unterschiedliche Ideen – die einen hängten 24&nbsp;weihnachtliche Bilder auf, andere markierten die noch verbliebenen Tage mit Kreidestrichen. Egal wie die Tage symbolisiert wurden, die Kinder dürften jeden Tag etwas „wegnehmen“. Ein weiterer katholischer Weihnachtsbrauch, der noch bis heute in manchen Klosterschulen existiert, ist, dass die Kinder täglich einen Strohhalm oder eine Feder in die Krippe legen, damit zu Weihnachten das Christkind bequem gebettet ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7645372181">DER ERSTE ADVENTKALENDER MIT BILDERN</h2>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=353x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i98eacf082906ac9c/version/1575043583/image.jpg" alt="Richard Ernst Kepler: Im Lande des Christkinds, Adventkalender mit Versen von Gerhard Lang, beklebt 1903"/><figcaption class="wp-element-caption">Richard Ernst Kepler: Im Lande des Christkinds, Adventkalender mit Versen von Gerhard Lang, beklebt 1903</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der erste gedruckte&nbsp;Adventkalender, ähnlich wie wir ihn heute kennen, erschien 1902 in Hamburg – eine absolute Neuheit! Zwei Jahre später, im Jahr 1904, erschien als Beilage einer Stuttgarter Zeitung ein&nbsp;Adventkalender&nbsp;basierend auf der&nbsp;Idee von Gerhard Lang. Dieser hatte noch keine Türchen, sondern bestand aus zwei bedruckten Teilen (Bilder/Türchen und Texte waren getrennt und konnten von den Kindern ausgeschnitten und zusammengeklebt werden). In den folgenden Jahren entwickelte Lang mehrere unterschiedliche&nbsp;Adventkalender&nbsp;– mit Schokolade, Türchen zum Öffnen oder das Adventhäuschen. 1940 musste er die Produktion seiner Kalender auf Grund des hohen Preisdrucks einstellen. Seine Ideen haben jedoch den heutigen&nbsp;Adventkalender&nbsp;stark geprägt.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7645376881">DER ZWEITE WELTKRIEG UND DIE FOLGEZEIT</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Während des Zweiten Weltkrieges wurde der&nbsp;<em><strong>Adventkalender</strong></em>, als christlich-religiöses Symbol, verboten und ein eigener, nationalsozialistischer Kalender wurde produziert und an das Volk verteilt. Nach Ende des Krieges, bereits im Winter 1945, wurden wieder&nbsp;<em><strong>Adventkalender</strong></em>&nbsp;gedruckt – die Sehnsucht nach christlichen Werten und Traditionen war groß. Produktionsstätten, die während des Krieges nicht zerstört wurden, druckten teilweise vorkriegszeitliche Motive.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit jeher gewann der&nbsp;<em><strong>Adventkalender</strong></em>&nbsp;zunehmend mehr an (wirtschaftlicher) Bedeutung. Heute erfreuen sich nicht nur mehr Kinder, sondern auch Erwachsene an der „Vorweihnachtsuhr“– in allen erdenklichen Formen, Farben und Füllungen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Sinne wünschen wir euch eine wunderschöne Adventzeit! Morgen öffnen wir das nächste &#8222;Türchen&#8220; in unserem besonderen&nbsp;<em><strong>Adventkalender!</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=321x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i8d494ebc27e3e9fe/version/1639058463/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit der&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/wiener-weihnacht/">Wiener Weihnacht</a>&nbsp;Adventrallye&nbsp;von ArchäoNOW&nbsp;werden Weihnachtsträume wahr:&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gemeinsam entdeckt ihr bei diesem Erlebnis alles rund um den Wiener&nbsp;Advent.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Längst vergessene Weihnachtsbräuche, Christkindlmärkte und die Geschichte des Christbaums versüßen euren geheimnisvollen Pfad durch alte Gassen und sagenumwobene Innenhöfe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jetzt&nbsp;den Glanz der Weihnachtszeit in der charmanten Wiener Altstadt erleben und dabei gemeinsam auf&nbsp;eine bezaubernde Spurensuche begeben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/wiener-weihnacht/">Jetzt entdecken!</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=207x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i0450f4e62b1e71c7/version/1574762037/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sarah Ambichl, BSc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;</p>
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		<title>Ein Brief an das Christkind: Eine althergebrachte Weihnachtstradition</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/ein-brief-an-das-christkind-eine-althergebrachte-weihnachtstradition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:23:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Kind haben wir wohl fast alle Ausschau nach dem&#160;Christkind&#160;gehalten und auf Briefpapier unsere größten Wünsche ganz aufgeregt hingekritzelt. Danach haben wir voller Euphorie und mit leuchtenden Augen das Fenster aufgemacht und den Brief auf das Fensterbrett gelegt. Natürlich jeden Tag gebannt nachgeschaut, ob der Brief schon geholt worden ist – und wirklich jedes Mal [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Als Kind haben wir wohl fast alle Ausschau nach dem&nbsp;<strong><em>Christkind</em></strong>&nbsp;gehalten und auf Briefpapier unsere größten Wünsche ganz aufgeregt hingekritzelt. Danach haben wir voller Euphorie und mit leuchtenden Augen das Fenster aufgemacht und den Brief auf das Fensterbrett gelegt. Natürlich jeden Tag gebannt nachgeschaut, ob der Brief schon geholt worden ist – und wirklich jedes Mal hat man gehofft, das Christkind dabei in flagranti zu erwischen! Aber leider ist das wohl niemanden von uns je gelungen… Umso größer war das Staunen, als manche der Wünsche wie durch Zauberhand tatsächlich unter dem Christbaum am Heiligen Abend lagen!</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7647887581">DER ERSTE BRIEF ANS CHRISTKIND</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Heutzutage ging diese Tradition leider ein bisschen durch die Digitalisierung verloren, da die Kinder einerseits immer früher erfahren, dass es das&nbsp;<strong><em>Christkind</em></strong>&nbsp;nicht gibt und andererseits schreiben die wenigstens Menschen heutzutage noch handschriftliche Briefe. Aber wann und warum entwickelte sich dieses Weihnachtsritual eigentlich?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei handelt es sich um eine recht junge Tradition – die ersten Briefe stammen aus dem&nbsp;<strong>17. Jahrhundert</strong>, jedoch nicht in der Form, wie wir es heute kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damals wurden sogenannte Weihnachtsbriefe von den Kindern edel gestaltet (sogar Kupferstiche!), welche Dankesworte und Segenswünsche an die Eltern und Paten beinhalteten. Dazu gab es kunstvoll-verziertes Papier, das von Eltern, Lehrern oder Pfarrern gekauft worden sind. Inhaltlich bedankten sich die Kinder für die Erziehung und baten um den Segen Gottes. Ironischerweise geschah dies meist unter Aufsicht, um alles in Schönschrift zu Papier zu bringen, und musste auch auswendig vorgetragen werden. Ein Brief von Johann Hieronymus Jantzen aus dem Jahr 1782 beinhaltete beispielsweise folgende Zeilen:&nbsp;„Vater! Mit Entzücken nenn ich diesen Namen“.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7647889081">ICH WÜNSCHE MIR&#8230;</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Zeit änderten sich diese Wunschzettel langsam, aber stetig. Es wurden z.B. Gedichte geschrieben, Wünsche symbolisch verarbeitet und Grüße an das&nbsp;<strong><em>Christkind</em></strong>&nbsp;gerichtet. Die heutigen Wunschzettel entwickelten sich um 1850 – zu Beginn der Zweiten Industriellen Revolution. Die elterlichen Segenswünsche wurden immer mehr durch persönliche Wünsche ersetzt und die Möglichkeit der maschinellen Massenproduktion trug ihr Übriges dazu bei. Apropos, einer der ersten Briefe an Santa Claus ist aus dem Jahr 1874! In Europa wurden Briefe sowohl an das&nbsp;<em><strong>Christkind</strong></em>&nbsp;als auch an den Weihnachtsmann geschrieben, je nach Region.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Österreich haben sich z.B. Briefe an das&nbsp;<em><strong>Christkind</strong></em>&nbsp;aus dem Jahr 1909 und 1915 von adeligen Kindern erhalten. Während der aus 1909 eine lange Liste mit Spielzeug beinhaltet, möchten wir euch den aus 1915 zeigen, ein einzigartiges geschichtliches Zeugnis, dass das Wesen der damaligen Zeit sehr interessant und nachdenklich widerspiegelt. Dies trifft generell auf alle Wunschzettel zu!</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.landesarchiv-bw.de/web/48024" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=510x10000:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i47faab1f6f552bdf/version/1575459679/image.jpg" alt="Kolorierter Wunschzettel Albrechts von Urach (1903 - 1969) von 1915*"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Kolorierter Wunschzettel Albrechts von Urach (1903 &#8211; 1969) von 1915*</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens, in Oberösterreich, Steiermark und Tirol gibt es z.B. ein eigenes&nbsp;<a href="https://www.christkindl.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Christkindl</a>&#8211; bzw. Engerlpostamt, an dem Briefe abgegeben und sogar beantwortet werden!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch als Erwachsener sollte man niemals das Wünschen aufgeben und wer weiß – so mancher Wunsch geht zu Weihnachten sicherlich in Erfüllung!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Abschluss haben wir noch zwei Wunschzettel für euch, aus dem Jahre&nbsp;1935 bzw. 1960.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/none/path/sbf72ee295f333049/image/i4f93dd2b34a017b8/version/1575462683/image.jpg" alt="Wunschzettel aus dem Jahr 1928 von Marianne Adlers** Auf der Rückseite steht &quot;Ich werde fleißig lernen und brav sein&quot;"/><figcaption class="wp-element-caption">Wunschzettel aus dem Jahr 1928 von Marianne Adlers** Auf der Rückseite steht &#8222;Ich werde fleißig lernen und brav sein&#8220;</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/none/path/sbf72ee295f333049/image/ib60142b658512c66/version/1575460311/image.jpg" alt="Wunschzettel ca. aus dem Jahr 1960 von Beate*** "/><figcaption class="wp-element-caption">Wunschzettel ca. aus dem Jahr 1960 von Beate***</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen euch viel Spaß beim Schreiben eures Wunschbriefes!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">*Bildquelle:&nbsp;https://www.landesarchiv-bw.de/web/48024<a href="https://www.landesarchiv-bw.de/web/48024"></a></p>



<p class="wp-block-paragraph">**Bildquelle:&nbsp;Weihnachtshaus Husum, Sammlung Alix Paulsen</p>



<p class="wp-block-paragraph">***Bildquelle:&nbsp;Weihnachtshaus Husum, Sammlung Alix Paulsen</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=348x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i70b73881c3ac66b5/version/1639058374/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit der&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/wiener-weihnacht/">Wiener Weihnacht</a>&nbsp;Adventrallye&nbsp;von ArchäoNOW&nbsp;werden Weihnachtsträume wahr:&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gemeinsam entdeckt ihr bei diesem Erlebnis alles rund um den Wiener&nbsp;Advent.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Längst vergessene Weihnachtsbräuche, Christkindlmärkte und die Geschichte des Christbaums versüßen euren geheimnisvollen Pfad durch alte Gassen und sagenumwobene Innenhöfe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jetzt&nbsp;den Glanz der Weihnachtszeit in der charmanten Wiener Altstadt erleben und dabei gemeinsam auf&nbsp;eine bezaubernde Spurensuche begeben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/wiener-weihnacht/">Jetzt entdecken!</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=189x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i478c91d4022d5d9f/version/1587632124/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;&nbsp;</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://archaeo-now.com/gutscheine/"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=324x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ib8da21b5670255ec/version/1575461259/image.jpg" alt=""/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zeit zusammen ist das wertvollste, das wir verschenken können. Verbringe&nbsp;einen unvergesslichen&nbsp;Tag mit deinen Liebsten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz einfach mit den&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/gutscheine/"><em><strong>Gutscheinen</strong></em></a>&nbsp;von ArchäoNOW</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/ein-brief-an-das-christkind-eine-althergebrachte-weihnachtstradition/">Ein Brief an das Christkind: Eine althergebrachte Weihnachtstradition</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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		<title>In der Weihnachtsbäckerei: Historische Einblicke in festliche Backtraditionen</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/in-der-weihnachtsbaeckerei-historische-einblicke-in-festliche-backtraditionen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:21:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hierzulande hat das Backen von&#160;Weihnachtskeksen&#160;eine lange Tradition. Manche Familien pflegen sogar ihre eigenen, kreierten Kekse und geben das Geheimrezept von Generation zu Generation weiter. Das gemeinsame Herstellen und Verzieren bereitet der gesamten Familie Freude und stimmt einen auf die Weihnachtszeit ein, am besten mit weihnachtlicher Hintergrundmusik! Mit Kindern macht es umso mehr Spaß und so [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/in-der-weihnachtsbaeckerei-historische-einblicke-in-festliche-backtraditionen/">In der Weihnachtsbäckerei: Historische Einblicke in festliche Backtraditionen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading" id="h-"></h1>



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<p class="wp-block-paragraph">Hierzulande hat das Backen von&nbsp;<em><strong>Weihnachtskeksen</strong></em>&nbsp;eine lange Tradition. Manche Familien pflegen sogar ihre eigenen, kreierten Kekse und geben das Geheimrezept von Generation zu Generation weiter. Das gemeinsame Herstellen und Verzieren bereitet der gesamten Familie Freude und stimmt einen auf die Weihnachtszeit ein, am besten mit weihnachtlicher Hintergrundmusik! Mit Kindern macht es umso mehr Spaß und so schafft man wunderschöne Kindheitserinnerungen, in denen man als Erwachsener gerne schwelgt und so manchen dunklen Winterabend wieder erhellt!</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="cc-m-header-7649091281">DER URSPRUNG DER WEIHNACHTSKEKSE</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können archäologischen Ausgrabungen und Bild- als auch Schriftquellen entnehmen, dass bereits in vorchristlicher Zeit zur Wintersonnenwende (meist um den 21. Dezember) sogenannte rituelle Opferbrote gebacken und an Schnüren befestigt wurden, um unter anderem böse Geister fernzuhalten. Dieses Brauchtum wurde auch von den Christen übernommen und so entstand unter anderem der heute weltweit bekannte Christstollen.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=309x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i0a5e13a845364de3/version/1575900988/image.jpg" alt="Der Christstollen - für viele eine nicht leistbare Süßspeise"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Christstollen &#8211; für viele eine nicht leistbare Süßspeise</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Damals war er in mittelalterlichen Klöstern weit verbreitet und zählte zu Beginn zur einfachen Fastenmahlzeit. Um 1700 entwickelte sich der Christstollen erst zu der heutigen Süßigkeit und galt als edles Backwerk, dass zum Gedenken an die Geburt Jesus hergestellt worden ist. Schriftlichen Quellen aus reichen Klöstern zufolge können wir entnehmen, dass damals Gewürze wie Zimt, Nelken, Ingwer und sogar Kardamom verwendet worden sind. Für die damalige Zeit waren diese exotischen Gewürze nicht nur sehr teuer, sondern auch eine Seltenheit! Auch Lebkuchen wurden in Klöstern herstellt. Der Name Stollen weist übrigens auf einen Pfosten hin, der für die tragende Kraft Jesus steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der teuren Zutaten konnte sich neben der Kirche nur der gehobene Adel einen Christstollen leisten. Da sich die Bürger aber oftmals den Adel als Vorbild nahmen und nur ungern verzichteten, aber sich aufgrund von Mangel an Geld und Zutaten keinen Christstollen leisten konnten, kreierten sie eigene Süßigkeiten, sodass die ersten Weihnachtsbrote entstanden und nach und nach die ersten Weihnachtskekse hergestellt wurden! Hier knüpfen wir an unserem&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/2019/12/06/krampus-und-nikolo/">letzten Blogartikel</a>&nbsp;an, denn diese Tradition wurde durch den Einkehrbrauch des Heiligen Nikolaus‘ verbreitet, als damit begonnen wurde, neben Obst auch Kekse zu verteilen. Mancherorts gibt es die Tradition, für den Nikolaus auch Kekse auf einen Teller bereit zu legen. Für Santa Claus selbst steht z.B. am Christtag immer ein Keksteller und ein Glas Milch bereit!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im 19. Jahrhundert erfreute sich die häusliche Weihnachtsbäckerei an kunstvoll verzierten Keksen in vielen Variationen, Formen und Sorten. Damals verwendete man neben Metallausstecher auch Holzmodel. Die Tradition, Weihnachtskekse auch auf den Christbaum zu hängen, ist mancherorts auch heute noch üblich.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/none/path/sbf72ee295f333049/image/icf03cbc3ee92a3ca/version/1575899510/image.jpg" alt="Holzmodel für Kekse*"/><figcaption class="wp-element-caption">Holzmodel für Kekse*</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=234x10000:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i5a7670d0314f075a/version/1575899545/image.jpg" alt="Tropfenform aus Metall**"/><figcaption class="wp-element-caption">Tropfenform aus Metall**</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Typische Klassiker unter den Weihnachtskeksen sind Vanillekipferl, Linzeraugen – manchmal mit Schokoglasur verziert – Rumkugeln, Kokosbusserl, Spekulatius und Lebkuchen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fragen uns nun natürlich – welche Weihnachtskekse dürfen bei euch in der Adventzeit auf gar keinen Fall fehlen?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p class="wp-block-paragraph">*Bildquelle:&nbsp;<a href="http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/landesmuseum2.html?http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/weihnachtsbaeckerei/sondost.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/landesmuseum2.html?http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/weihnachtsbaeckerei/sondost.html</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">**Bildquelle:&nbsp;<a href="http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/landesmuseum2.html?http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/weihnachtsbaeckerei/sondost.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/landesmuseum2.html?http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/weihnachtsbaeckerei/sondost.html</a><a href="http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/landesmuseum2.html?http://archiv.ostpreussisches-landesmuseum.de/weihnachtsbaeckerei/sondost.html"></a></p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=356x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/if6b6a30b40ca996b/version/1639058211/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit der&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/wiener-weihnacht/">Wiener Weihnacht</a>&nbsp;Adventrallye&nbsp;von ArchäoNOW&nbsp;werden Weihnachtsträume wahr:&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gemeinsam entdeckt ihr bei diesem Erlebnis alles rund um den Wiener&nbsp;Advent.&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Längst vergessene Weihnachtsbräuche, Christkindlmärkte und die Geschichte des Christbaums versüßen euren geheimnisvollen Pfad durch alte Gassen und sagenumwobene Innenhöfe.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jetzt&nbsp;den Glanz der Weihnachtszeit in der charmanten Wiener Altstadt erleben und dabei gemeinsam auf&nbsp;eine bezaubernde Spurensuche begeben.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/wiener-weihnacht/">Jetzt entdecken!</a></p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=176x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i65834c4be8530533/version/1587632196/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/in-der-weihnachtsbaeckerei-historische-einblicke-in-festliche-backtraditionen/">In der Weihnachtsbäckerei: Historische Einblicke in festliche Backtraditionen</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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