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	<title>Allgemein Archive - ArchäoNow</title>
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	<description>Rätselrallye und Schnitzeljagd Wien</description>
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	<title>Allgemein Archive - ArchäoNow</title>
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		<title>Silvester in Wien &#8211; Teil 1: Eine Reise durch traditionelle Bräuche und Feierlichkeiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:55:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Prosit Neujahr&#160;und einen guten Rutsch! Aber wieso eigentlich? Und wer war&#160;Silvester? Alljährlich, wenn sich das Jahr am 31. Dezember dem Ende zuneigt, verabschieden wir uns vom „alten Jahr“ -wir lassen alte Lasten hinter uns und begrüßen mit vielen Traditionen den Jahreswechsel; mit den Liebsten wird fröhlich bis in den 1. Januar hinein gefeiert und wir [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/silvester-in-wien-teil-1-eine-reise-durch-traditionelle-braeuche-und-feierlichkeiten/">Silvester in Wien &#8211; Teil 1: Eine Reise durch traditionelle Bräuche und Feierlichkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



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<p class="wp-block-paragraph">Prosit Neujahr&nbsp;und einen guten Rutsch! Aber wieso eigentlich? Und wer war&nbsp;<em>Silvester</em>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alljährlich, wenn sich das Jahr am 31. Dezember dem Ende zuneigt, verabschieden wir uns vom „alten Jahr“ -wir lassen alte Lasten hinter uns und begrüßen mit vielen Traditionen den Jahreswechsel; mit den Liebsten wird fröhlich bis in den 1. Januar hinein gefeiert und wir freuen uns auf neue Aufgaben, neue (oftmals alljährliche) Vorsätze und Herausforderungen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass viele unserer Traditionen weit zurückreichen und viele Bräuche schon jahrhundertealt sind, ist uns dabei oftmals nicht bewusst.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wozu ist z.B. das Feuerwerk gedacht? Bleigießen (Alternative: Wachsgießen) ist zu Silvester in Wien genauso wenig wegzudenken, wie das Läuten der&nbsp;<strong>Pummerin</strong>&nbsp;um Mitternacht!<br>Aber wie sieht es in anderen Teilen von Österreich aus? Welche Traditionen sind neu, welche sind alt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben uns gefragt, was es mit all dem auf sich hat und sind diesen Silvesterbräuchen und Neujahrstraditionen auf den Grund gegangen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Abend vor Neujahr</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="javascript:;"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=364x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i9d3c26468c86a9a5/version/1546268435/image.jpg" alt="Sekt zu Silvester: Eine Tradition, die seit der frühen Neuzeit besteht"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Sekt zu Silvester: Eine Tradition, die seit der frühen Neuzeit besteht</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am Silvesterabend versammeln sich die Menschen mit ihren Freunden und ihrer Familie, um sich gemeinsam auf den bevorstehenden Jahreswechsel einzustimmen. Meist wird dies von einem Festessen – heutzutage oftmals mit Fondue oder Raclette – und Sekt begleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gutes Essen und gute Getränke galten jedoch seit jeher als magische Symbolik und Analogie zum „Gedeihen des neuen&nbsp;Jahres“. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls wird&nbsp;zum&nbsp;Namenspatron des Fest Silvesters, nämlich Papst Silvester der Erste (Schutzpatron der Haustiere; verstorben am 31.12.335), für ausreichend Tierfutter und ein gutes Jahr angerufen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Brauch, Sekt zu trinken, geht auf die Frühneuzeit zurück: damals war der adeligen Gesellschaft dieses Getränk vorbehalten und hat daher bis heute in unserem Unterbewusstsein einen höheren Stellenwert als Wein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher gab es in Wien auch den sogenannten Neujahrsstriezel, mittlerweile ist dieser Brauch wohl auf den Weihnachtsstollen übergegangen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1900 wird an Silvester traditionell in der Wiener Staatsoper die Operette „<a href="https://www.volksoper.at/produktion/die-fledermaus-1990.de.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Fledermaus</a>“ aufgeführt, die auch oftmals auf Leinwänden übertragen wird. 1990 kam in der Inneren Stadt der „<a href="https://wienersilvesterpfad.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Silvesterpfad</a>“ hinzu; er ist stolze 3,5 km lang und mit Sekt- und Essensständen gespickt. Neben den, bis um 2 Uhr in der Früh geöffneten, Gastronomiestätten verkürzen Bühnen, Open-Airs, Straßenkünstler und Tanzzelte die Wartezeit bis Mitternacht und sorgen für gelungene und ausgelassene Unterhaltung. Parallel dazu finden in Wien, z.B. am Rathausplatz und vor dem Schloss Schönbrunn, sogenannte Silvester- und Neujahrsmärkte statt, die bereits am 27. Dezember beginnen und bis 6. Januar besucht werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Jahresausklang im eigenen Heim gefeiert wird, darf meistens die TV-Übertragung von „Dinner for One“ nicht fehlen, das traditionell seit 1963 im Fernsehen übertragen wird. Jedoch war es lange nur im deutschsprachigen Raum Tradition und wird heuer erstmals im britischen Fernsehen ausgestrahlt. Zusätzlich wird die als mittlerweile Klassiker angesehene Silvester-Folge von „Ein echter Wiener geht nicht unter“ im Programm angeboten und immer wieder gerne angesehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Silvester- der&nbsp;Ursprung seiner Bräuche</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber kommen wir zur Frage zurück, warum wir das neue Jahr mit einem bunten Feuerwerk starten;&nbsp;traditionell wurde Neujahr in der Silvesternacht mit lautem und schillerndem Feuerwerk begrüßt, um böse Geister zu vertreiben und alte Laster hinter sich zu lassen. Diese sogenannten „Abwehrbräuche“ werden in vielen Gegenden unterschiedlich gehandhabt und lassen sich bis in die Frühneuzeit zurückdatieren. Vor allem in Österreich wird das neue Jahr in der Form von Feuerwerk „angeschossen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls gibt es auch die Tradition des Ansingens (früher vor allem an Türen schöner Mädchen) und des Anblasens (Turmblasen).&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=318x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i10a46209dace5e43/version/1546262923/image.jpg" alt="In Niederösterreich wird der Silvester aus dem Haus gejagt"/><figcaption class="wp-element-caption">In Niederösterreich wird der Silvester aus dem Haus gejagt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;In&nbsp;<strong>Niederösterreich</strong>&nbsp;kannte man z.B. das Silvesterschlagen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">ein Brauch, um das alte Jahr zu vertreiben, wobei eine als behaarte verkleidete Gestalt, namens&nbsp;<em>Silvester</em>, in der „Hölle“ (= zwischen Mauer und Ofen) stehend ausharren musste und auf dem Kopf einen Kranz aus Mistelzweigen trug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mitte des Raumes wurde ebenfalls ein Tannenzweigenkranz aufgehängt; kam jemand zufällig unter diesem Kranz zu stehen, so gab es von dieser Gestalt einen „derben“ Kuss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Mitternacht wurde der&nbsp;<em>Silvester</em>&nbsp;mit den Tannenzweigen zur Tür hinausgejagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere Bräuche dieser Art sind z.B. die Perchtenläufe, die heutzutage bereits im November beginnen und bis zum Dreikönigstag stattfinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Perchten, ausgestattet mit einer Glocke, treiben so den Winter bzw. das alte Jahr aus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu&nbsp;<strong>Silvester in Wien</strong>&nbsp;haben wir auch noch unsere allseits geliebte&nbsp;<a href="http://www.stephansdom.at/dom_im_detail_pummerin.htm" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><strong>Pummerin</strong></a>: sie ist die zweitgrößte Glocke Westeuropas und wird zu Neujahr im Turm des Stephansdoms geläutet. Der Klang ihrer Glocke hallt dabei über ganz Wien und läutet so das neue Jahr freudig ein. Sie wird auch</p>



<p class="wp-block-paragraph">„die Stimme Österreichs“ genannt und gilt als Symbol des Friedens und der Liebe und dringt durch ihren unverkennbaren Klang tief in die Herzen der Menschen ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Pummerin wurde nach dem Auftraggeber Kaiser Joseph I. „Josephinische Glocke“ benannt, jedoch wurde sie leider während dem Zweiten Weltkrieg zerstört und so wurde im Laufe der 50er Jahren eine neue Pummerin gegossen. Ihren bis heute gebräuchlichen Namen verdankt die Glocke übrigens ihrem tiefen Klang (=&nbsp;pumpern).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Menschen in Österreich lauschen dank Übertragung dem Glockenläuten um Mitternacht und während die Pummerin im Hintergrund weiterläutet und die Musik des Donauwalzers von Johann Baptist Strauss ertönt, beglückwünschen wir uns gegenseitig mit „Prosit Neujahr“, lassen Sektkorken knallen, umarmen und küssen unsere Liebsten und überreichen uns Glücksbringer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die spinnen, die Römer!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das alljährliche „Prosit Neujahr“ geht auf die Römer zurück, nur das sich damals die Neujahrswünsche fast den ganzen Jänner&nbsp;entlang zogen und sie sich auch noch Ende Januar gewünscht wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber warum feiern wir den Beginn des neuen Jahres überhaupt am 1. Jänner? Dieser spannenden Frage werden wir uns morgen in unserem zweiten Teil des Silvester-Specials widmen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In diesem Sinne wünschen wir euch ein schönes, traditionsreiches Silvester und einen guten Rutsch ins neue Jahr!&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=161x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i239c990bd693e9c4/version/1587631442/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/silvester-in-wien-teil-1-eine-reise-durch-traditionelle-braeuche-und-feierlichkeiten/">Silvester in Wien &#8211; Teil 1: Eine Reise durch traditionelle Bräuche und Feierlichkeiten</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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		<title>Silvester in Wien &#8211; Teil 2: Neujahrstraditionen und ihre faszinierende Geschichte in der österreichischen Hauptstadt</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/silvester-in-wien-teil-2-neujahrstraditionen-und-ihre-faszinierende-geschichte-in-der-oesterreichischen-hauptstadt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:54:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum der 1. Jänner das neue Jahr einläutet Wie es sich viele von euch schon einmal gedacht haben: der 1. Januar hieß bei uns in Österreich nicht immer Neujahr und Neujahr war auch nicht immer am 1. Januar! Neujahr wird überall auf der Welt anders gefeiert, teilweise auch an komplett anderen Tagen und zu anderen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/silvester-in-wien-teil-2-neujahrstraditionen-und-ihre-faszinierende-geschichte-in-der-oesterreichischen-hauptstadt/">Silvester in Wien &#8211; Teil 2: Neujahrstraditionen und ihre faszinierende Geschichte in der österreichischen Hauptstadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



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<p class="wp-block-paragraph">Warum der 1. Jänner das neue Jahr einläutet</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie es sich viele von euch schon einmal gedacht haben: der 1. Januar hieß bei uns in Österreich nicht immer Neujahr und Neujahr war auch nicht immer am 1. Januar! Neujahr wird überall auf der Welt anders gefeiert, teilweise auch an komplett anderen Tagen und zu anderen Jahreszeiten- das haben wir unter anderem den unterschiedlichen Kalendern zu verdanken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegensatz zu anderen Kulturkreisen wie z.B. in Russland, Ägypten, Brasilien etc., halten wir in Bezug auf die Jahreswende die römische Tradition aufrecht und feiern vom 31. Dezember auf den 1. Januar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor Papst Innozenz XII. 1691 den Neujahrstermin endgültig und offiziell (153 v. Chr. war es bereits vom 1. März auf den 1. Januar verschoben worden, jedoch wurde regional noch unterschiedlich gefeiert) auf den 1.&nbsp;Januar festlegte, war Neujahr ursprünglich der achte Tag der Weihnachtsoktave seit der Wintersonnenwende, die rund um den 21. Dezember und oftmals mit einem großen Julfeuer gefeiert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses heidnische Brauchtum wird sogar&nbsp;heute noch in ganz Österreich zelebriert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieso &#8222;rutschen&#8220; wir ins neue Jahr?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon seit den Römern galt Neujahr als Glückstag und wurde mit Geschenken und Glückwünschen gefeiert. Dieser Brauch spiegelt sich heutzutage im Schenken von Glücksbringern und natürlich dem „Guten Rutsch“-Wünschen wieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Beglückwünschung „guter Rutsch“ kommt überraschenderweise nicht vom „Hinüberrutschen“ ins neue Jahr, sondern leitet sich von der Bezeichnung des jüdischen Neujahrsfests, dem „Rosch ha-Schana“, ab.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=295x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i184593c3343a40c5/version/1546361727/image.jpg" alt="Früher wurden Kinder an Silvester beschenkt"/><figcaption class="wp-element-caption">Früher wurden Kinder an Silvester beschenkt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als heute wurden die Kinder damals zu Neujahr mit Süßigkeiten und Spielereien beschenkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Tradition hat sich erst im 19. Jahrhundert dahingehend geändert, dass Kinder zu Weihnachten Geschenke bekommen und der geschmückte Christbaum die Kinder – und natürlich auch die Erwachsenen – mit Süßigkeiten verlockend anlacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Laufe der Zeit kam auch noch die Tradition des Adventkalenders hinzu.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glücksbringer zu&nbsp;Neujahr &#8211; die Römer sind schuld!</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=295x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i248cd829b07c17a2/version/1546361966/image.jpg" alt="Schweine sind ein Symbol für Glück im neuen Jahr"/><figcaption class="wp-element-caption">Schweine sind ein Symbol für Glück im neuen Jahr</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Glücksbringer in Form von Kleeblättchen oder grüne Kleestöckchen gehen ebenso auf die Römer zurück und erinnern an die römischen Strenae (= Zweige), daher auch die Redewendung „auf einen grünen Zweig kommen“.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Münzen</strong>&nbsp;sollen Geld symbolisieren: wer jetzt Geld hat, hat es auch das ganze Jahr hindurch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den Symbolen für Reichtum zählt auch das&nbsp;<strong>Hufeisen</strong>: der Besitz eines Pferdes war damals kaum leistbar und daher viel wert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ländlichen Gegenden war man von der Fruchtbarkeit der Umgebung abhängig, dafür stehen die Symbole des&nbsp;<strong>Pilzes</strong>&nbsp;und&nbsp;<strong>Fisches</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das&nbsp;<strong>Schwein</strong>&nbsp;galt in Europa als Symbol für Wohlstand und Fruchtbarkeit, eine Tradition besagt, dass zu Neujahr Schweinefleisch gegessen werden sollte, um das kommende Jahr Glück zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem Ansehen als Glückstag wird in manchen alten lateinischen Kalendern vor dem Neujahrstag gewarnt, da es sich ursprünglich um einen sogenannten „<em>Schwendtag</em>“, einem Unglückstag, handelte. Weitere Bezeichnungen sind auch noch&nbsp;<em>Los</em>&#8211; bzw.&nbsp;<em>Großer Lösseltag</em>, welche auf den „<em>Lösselbräuchen</em>“ (Brauch der Zukunftsvorhersagen) basieren.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Orakel</strong>&nbsp;wurden bereits in der römischen Antike befragt und wird auch noch heute in Form von Blei- oder Wachsgiesen&nbsp;in der Silvesternacht praktiziert. Damals galten die Fragen und Opfergaben, neben Jupiter und Juno, vor allem dem doppelgesichtigen Janus, der die Vergangenheit und Zukunft symbolisiert und von dem sich der Name Januar bzw. Jänner ableitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben dem allseits bekannten Bleigießen gibt es in Österreich z.B. das Hütlheben, das Glücksgreifen und früher das Pantoffelwerfen der Mädchen in Bezug auf Heiratsfragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Krankheit, Tod und die Wilde Jagd</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=360x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i5ca92c9aac5fff47/version/1546361638/image.jpg" alt="Rauchfangkehrer bringen uns das ganze Jahr Glück ins Haus"/><figcaption class="wp-element-caption">Rauchfangkehrer bringen uns das ganze Jahr Glück ins Haus</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch heute noch im Aberglauben behaftet, ist der Glaube an die sogenannte „Übergangszeit“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit meinen wir unter anderem den Spruch:&nbsp;<em>„So wie das Jahr beginnt, so endet es auch.“ &nbsp;</em>Wenn das Jahr zum Beispiel mit einem Glückssymbol anfängt (wie z.B. die Begegnung mit einem Kind oder einem Rauchfangkehrer) so endet das Jahr auch glücklich. Beginnt es mit einem Pechsymbol (z.B. eine schwarze Katze), so endet das Jahr auch unglücklich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Wien gingen daher die Rauchfangkehrer damals dazu über, die Kalender möglichst als erste am Neujahrsmorgen zu verteilen; heutzutage ist dieser Brauch in die Vorweihnachtszeit übergegangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Aberglaube besagt, dass keine Wäsche zu dieser „Zwischenzeit“ gewaschen und aufgehängt werden soll, da dies Pech, und im schlimmsten Fall sogar den Tod, bringen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Regional sind unterschiedlichste Überlieferungen bekannt, u.a. soll keine Bettwäsche gewaschen und aufgehängt werden, da geglaubt wird, dass diese Leintücher im Laufe des neuen Jahres als Leichentücher dienen müssen, da z.B. die Seelen, die während der Rauhnächte umherziehen, in die aufgehängten Kleidungsstücke fahren können und so den Menschen im neuen Jahr Krankheiten und den Tod auf den Hals hetzen. Auch könnte sich die „Wilde Jagd“ mit ihren Geisterschaaren darin verhängen und über Frauen herfallen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unerledigte Arbeit wird oftmals als schlechtes Omen angesehen, daher soll man die Wäsche nicht mit ins neue Jahr nehmen, da dies zu noch mehr Arbeit führen könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rauhnächte und ihre Wilde Jagd sind eine ganz andere interessante Geschichte, jedoch kann davon ausgegangen werden, dass dieses Wäsche-Verbot durchaus praktische Gründe hatte: zu dieser Zeit wurden und werden die Häuser mit Weihrauch ausgeräuchert, um das Böse zu vertreiben und verrauchte Wäsche hat wohl niemand gerne!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich sind unsere Bräuche und Traditionen tief in der Vergangenheit verwurzelt, haben sich weiterentwickelt, verändert und auch neue sind hinzugekommen! Das Feiern der Jahreswende ist fest in uns verankert und wird von uns sicherlich noch viele Jahrhunderte lang gefeiert und mit unseren Liebsten verbracht. Wir alle hoffen auf ein gutes neues Jahr mit mehr Liebe, Frieden, Erfolg, Glück und Beständigkeit!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie feiert ihr den Start ins neue Jahr? Hinterlasst uns doch ein Kommentar- wir freuen uns auf eure Antworten =)</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=156x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/id6f39e49d4950ac3/version/1587631481/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/silvester-in-wien-teil-2-neujahrstraditionen-und-ihre-faszinierende-geschichte-in-der-oesterreichischen-hauptstadt/">Silvester in Wien &#8211; Teil 2: Neujahrstraditionen und ihre faszinierende Geschichte in der österreichischen Hauptstadt</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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		<title>Der Stephansdom und sein Zahnwehherrgott &#8211; Eine unheimliche Legende aus Wiens berühmtester Kirche</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/der-stephansdom-und-sein-zahnwehherrgott-eine-unheimliche-legende-aus-wiens-beruehmtester-kirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:53:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Geschichte & Geheimnisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230; oder warum drei betrunkene Studenten Zahnschmerzen hatten Diejenigen von euch, die bereits eine&#160;Rätselrallye&#160;bei uns gemacht haben, kennen (und lieben) ihn schon: den&#160;Zahnwehherrgott.&#160; Natürlich starten&#160;wir unsere Rätseljagden nicht nur hinter dem Stephansdom, weil es dort wesentlich ruhiger ist, sondern auch, weil wir sogleich mit Geschichte starten können!&#160;Denn egal ob Regen oder Sonnenschein, die Christusstatue, scheinbar [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/der-stephansdom-und-sein-zahnwehherrgott-eine-unheimliche-legende-aus-wiens-beruehmtester-kirche/">Der Stephansdom und sein Zahnwehherrgott &#8211; Eine unheimliche Legende aus Wiens berühmtester Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



<p class="wp-block-paragraph">&#8230; oder warum drei betrunkene Studenten Zahnschmerzen hatten</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=313x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i5705168d85178645/version/1665993133/image.jpg" alt="Startpunkt unserer Rätselrallyes (Fotocredit: ArchäoNOW)"/><figcaption class="wp-element-caption">Startpunkt unserer Rätselrallyes (Fotocredit: ArchäoNOW)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diejenigen von euch, die bereits eine&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/">Rätselrallye</a>&nbsp;bei uns gemacht haben, kennen (und lieben) ihn schon: den&nbsp;<strong>Zahnwehherrgott</strong>.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich starten&nbsp;wir unsere Rätseljagden nicht nur hinter dem Stephansdom, weil es dort wesentlich ruhiger ist, sondern auch, weil wir sogleich mit Geschichte starten können!&nbsp;Denn egal ob Regen oder Sonnenschein, die Christusstatue, scheinbar geplagt von fürchterlichen Zahnschmerzen, wacht stoisch über die Hinterseite des Stephansdoms.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wieso hat diese Christusfigur angeblich Zahnschmerzen und was haben drei Studenten damit zu tun?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau diese Fragen haben wir uns auch gestellt und darum haben wir ein paar Bücher für euch gewälzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Zahnwehherrgott? Nein, gleich zwei!</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=396x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ic28f35999deef1ab/version/1546965188/image.jpg" alt="Abgusskopie in der Armenseelennische (Fotocredit: ArchäoNOW)"/><figcaption class="wp-element-caption">Abgusskopie in der Armenseelennische (Fotocredit: ArchäoNOW)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Manche unter euch wissen vielleicht, dass der&nbsp;<strong>Zahnwehherrgott</strong>&nbsp;nicht nur einmal, sondern gleich zweimal im&nbsp;bzw. am Stephansdom in Wien zu finden ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ursprünglich wurde die um 1420 gefertigte Statue (Künstler unbekannt) an der äußeren Ostwand des Mittelchores (Armenseelennische) ausgestellt. Doch weil dem Zahnwehherrgott das Wetter und andere äußere Einflüsse zu sehr zugesetzt haben, wurde das Original 1950 abgenommen und bekam 1960 an der westlichen Seite der Nordturmhalle seinen neuen Platz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die heute an der ursprünglichen Stelle zu bewundernde Abgusskopie befindet sich seit 1953 an seiner Stelle und bleibt uns hoffentlich noch sehr lange erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wieso eigentlich Zahnwehherrgott?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine sagenumwobene Figur ist er, der&nbsp;<strong>Zahnwehherrgott</strong>, der seinen Namen wohl seinem vor Schmerzen verzerrten Gesichtsausdruck zu verdanken hat. Seine&nbsp;Legende, die wir euch nicht vorenthalten möchten, entstand erst im 19. Jahrhundert und wird den einen oder anderen von euch garantiert zum Schmunzeln bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie der&nbsp;<strong>Zahnwehherrgott</strong>&nbsp;also zu seinem Namen kam:&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Im alten Wien lebten vor wohl 400 Jahren drei Studenten, Armfried, Dietram und Eberhard. Sie trafen sich regelmäßig in einer Schenke in der Nähe des Stephansdomes. Es wurde dann immer bis tief in die Nacht hinein fröhlich gefeiert und auch nicht zu wenig getrunken.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>An der Ostseite des&nbsp;Stephansdoms in Wien&nbsp;befand sich seit alter Zeit in einer Nische eine Statue mit dem leidenden dorngekrönten Christus. Eines Abends, schon sehr spät, kamen die drei Studenten sehr lustig und etwas angeheitert am Dom vorbei. Sofort begann Eberhard zu lästern: „Schaut doch unseren Herrgott an, der hat Zahnweh!“ Die anderen beiden lachten ebenfalls und lästerten weiter.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Sie lachten und scherzten noch so einige Zeit und zogen weiter, jeder seinem Zuhause zu. Zuerst kam Eberhard in seinem Zimmer in der Blutgasse an, er legte sich umgehend ins Bett, doch konnte er nicht einschlafen. Ihn plagten plötzlich fürchterliche Zahnschmerzen! Unruhig wälzte er sich hin und her. In seiner Verzweiflung rief er nach einem Arzt. Dieser kam erst nach vielen Stunden. „Es tut mir leid, dass Ihr so lange warten musstet, aber ich war eben bei zwei anderen Patienten, die, wie Ihr, unter fürchterlichen Zahnschmerzen leiden. Da die Zähne der beiden aber in Ordnung waren, und wie ich eben bei Euch nichts finden kann, muss es sich um eine neue Krankheit handeln! Eine Art Zahnpest vielleicht, da kann ich leider nicht helfen. Aber vielleicht hilft euch der Herrgott!“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Bei diesen Worten erinnerte sich Eberhard an den nächtlichen Nachhauseweg, der ihn und seine Freunde am Dom vorbei geführt hatte. Ihm war plötzlich klar, warum er diese bösen Schmerzen hatte, es war wohl sein loses Mundwerk der Grund für diese Strafe gewesen. Er nahm ein Wolltuch, band es sich um die schmerzende Backe und ging reuevoll zum Stephansdom, um bei Heiland Abbitte zu leisten.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Als er bei der Christusstatue an der Domrückseite angelangt war, knieten schon Armfried und Dietram, auch jeder mit dicker Backe, andächtig vor der Statue und taten Buße. So kniete Eberhard nieder und bat weinerlich um Verzeihung und Erlösung von den bösen Schmerzen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die drei versprachen reumütig, nie wieder leichtfertig zu spotten oder zu lästern. Schnell wurden ihre bitten und Versprechen erhört und die schrecklichen Zahnschmerzen verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren. &nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Seit diesen Tagen wird diese Christusstatue auch Zahnweh-Herrgott genannt.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;(Text aus:&nbsp;Alt- Wiener Sagen. Geschichten und Legenden der Inneren Stadt. Annemarie und Kurt Kospach. Sutton Verlag 2018. Seite 58-59)&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stattet dem&nbsp;<strong>Zahnwehherrgott</strong>&nbsp;doch auf der Rückseite des Stephandoms einen kurzen Besuch ab und überzeugt euch selbst von seiner sagenhaften Erscheinung. Ihr wollt noch mehr Spuren aus dem alten Wien entdecken? Dann stillt eure Neugierde doch bei unseren wöchentlichen&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/buchung/termine/">Rallye-Terminen</a>.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=183x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ibb98080bfef7b57f/version/1665994016/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sarah Ambichl, BSc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und studierte Anthropologin und Archäologin</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/der-stephansdom-und-sein-zahnwehherrgott-eine-unheimliche-legende-aus-wiens-beruehmtester-kirche/">Der Stephansdom und sein Zahnwehherrgott &#8211; Eine unheimliche Legende aus Wiens berühmtester Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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		<title>Der Stephansdom und sein vergessener Friedhof: Unbekannte Geschichten aus den Tiefen Wiens berühmtester Kirche</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/der-stephansdom-und-sein-vergessener-friedhof-unbekannte-geschichten-aus-den-tiefen-wiens-beruehmtester-kirche/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:53:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Geschichte & Geheimnisse]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das makabre&#160;Geheimnis des&#160;Stephansdom in Wien Genauso wie ein Wien ohne&#160;Schloss Schönbrunn, kann sich niemand ein Wien ohne den Stephansdom, von den Wienern liebevoll als „Steffl“ bezeichnet, vorstellen. Doch nur&#160;die wenigsten wissen, dass es rund um den Stephansdom (damals noch die&#160;Stephanskirche) einen Friedhof gab- der sogenannte&#160;Stephansfreithof. Laut Überlieferungen, aus dem Jahr 1547, wurde nur ein Teil [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/der-stephansdom-und-sein-vergessener-friedhof-unbekannte-geschichten-aus-den-tiefen-wiens-beruehmtester-kirche/">Der Stephansdom und sein vergessener Friedhof: Unbekannte Geschichten aus den Tiefen Wiens berühmtester Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das makabre&nbsp;Geheimnis des&nbsp;<strong>Stephansdom in Wien</strong></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=167x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/iaf088c6ee4cb9992/version/1547199257/image.jpg" alt="Der Stephansdom in Wien (Fototcredit: ArchäoNOW)"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Stephansdom in Wien (Fototcredit: ArchäoNOW)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Genauso wie ein Wien ohne&nbsp;<a href="https://www.schoenbrunn.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schloss Schönbrunn</a>, kann sich niemand ein Wien ohne den Stephansdom, von den Wienern liebevoll als „Steffl“ bezeichnet, vorstellen. Doch nur&nbsp;die wenigsten wissen, dass es rund um den Stephansdom (damals noch die&nbsp;Stephanskirche) einen Friedhof gab- der sogenannte&nbsp;<strong>Stephansfreithof</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Überlieferungen, aus dem Jahr 1547, wurde nur ein Teil des Platzes, um die damalige Stephanskirche, als Friedhof genutzt. Um selbst im Tode noch den Gottesdiensten beiwohnen zu können, wollten die Menschen der damaligen Zeit so nah wie möglich beim Altar bestattet werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht allen wurde das Privileg einer Grufbestattung innerhalb der Kirche zuteil- sie wurden am&nbsp;<strong>Stephansfreithof</strong>&nbsp;beerdigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die makabre&nbsp;Vorgeschichte des, heute mit Asphalt bepflasterten, Stephansplatzes um den&nbsp;<em>Stephansdom in Wien</em>&nbsp;beginnt schon zur Zeit der Römer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dort, wo heute zur Weihnachtszeit Punschstände stehen und Touristenführer ihre Programme verteilen, wurden bereits ab der Spätantike Gräber angelegt. Im Gegensatz zu heute gab es jedoch keine zentrale Kirche oder Ähnliches.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig „tot“ wurde es ab dem 9. bzw. 10. Jahrhundert rund um den Steffl. Im Zuge von archäologischen Grabungen fand man unter dem heutigen&nbsp;<em>Stephansdom in Wien&nbsp;</em>zahlreiche Bestattungen; leider konnte kein archäologischer Nachweis gefunden werden, dass es sich schon um einen „richtigen“ Friedhof mit Gotteshaus gehandelt hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die baulichen Anfänge des Stephansdomes sind bis heute ungeklärt. Wie er ausgesehen hat und wann der erste Stein gelegt wurde, ist nicht ganz klar zu sagen. Vermutet wird jedoch von Archäologen, &nbsp;dass die Grundbausteinlegung 1137 erfolgte.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Stephansfreithof selbst, der ursprünglich von einer babenbergerischen Ringmauer umgeben war, wurde 1255 zum ersten Mal unter dem Namen Leichhof urkundlich erwähnt. Erst deutlich später, nämlich 1587, wird für diesen Gottesacker die Bezeichnung&nbsp;<strong>Stephansfreithof</strong>&nbsp;verwendet. Bereits sehr früh mussten Teile des Friedhofes dem Bau des gotischen Chors (1304-1340) und der Erweiterung der Kirche (1359-1511) weichen. Jedoch wurde bereits 1309 ein Stück des Deutschen Ordens erworben und zum Friedhofsgelände umfunktioniert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gräberfelder des Stephansfreithof</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=395x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i5e9fa9171690a7ec/version/1547133519/image.jpg" alt="Der Stephansfreithof war in &quot;Bühel&quot; unterteilt (schematisches Foto)"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Stephansfreithof war in &#8222;Bühel&#8220; unterteilt (schematisches Foto)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wie bereits einführend erwähnt, war es das Ziel vieler&nbsp;Menschen der damaligen Zeit, so nah wie möglich am Altar bestattet zu werden. All jene, die keine Gruftbestattung erhielten, wurden auf den so genannten „Bühel“ (Grabfelder) rund um die Kirche, bestattet. Insgesamt gab es 8 größere und kleinere Bühel, die&nbsp;durch Wege voneinander getrennten waren. Namentlich überliefert sind zum Beispiel:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; der „Fürstenbühel“ (nördlich des Langhauses)</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; der „Palmbühel“ (nördlich des Chores)</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; der „Studentenbühel“ (gegen die Schulerstraße) oder</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211; der „Römerbühel“ (gegen das Deutsche Haus und die Churhausgasse)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da der Stephansfreithof ursprünglich von einer Mauer umgeben war, konnte man den Friedhof tagsüber durch vier große Tore betreten:</p>



<p class="wp-block-paragraph">das&nbsp;Mesnertor, das Zinntor, das Stephanstor und das Schulertor. Diese Tore wurden 1788 niedergerissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ende des Stephansfreithof</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann sich nur schwer die Mengen an Toten vorstellen, die über Jahrhunderte am Stephansfreithof bestattet wurden. Was man sich jedoch gut vorstellen kann ist der immense Gestank, den die, in meist zu flachen Gräbern bestatteten, Leichen verursachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher wurde bereits 1530 durch Kaiser Ferdinand I. aus hygienischen Gründen ein Verbot gegen Bestattungen am Stephansfreithof ausgesprochen; jedoch blieb dieses nicht lange aufrecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst 1732, also fast 200 Jahre später, erfolgte eine endgültige Sperre des Freithofs durch Kaiser Karl VI. Als der Friedhof 1783 aufgelassen wurde, wurden die bedeutendsten Grabsteine an der Kirchenfassade angebracht und können noch heute dort bewundert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenfalls führte die Schließung des Stephansfreithof zur Gründung der „neuen Grüfte“ &#8211; ab dem 19 Jahrhundert sind diese unter der Bezeichnung&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/2019/01/17/schauriges-wien-die-katakomben-von-wien/"><strong>Katakomben</strong></a>&nbsp;bekannt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen euch einen schaurig-schönen Abend!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=219x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i7a63f200e7d9fe38/version/1547069766/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Noch nicht genug von schaurigen Geschichten aus der Wiener Innenstadt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erkundet mit unserer Rallye &#8222;<a href="https://archaeo-now.com/programme-kinder/schaurige-stadt/">Die schaurige Stadt</a>&#8220; die gruseligsten Ecken von Wien! Wir freuen uns auf euch.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=160x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i310973bbbe1b4f86/version/1547069766/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sarah Ambichl, BSc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der Anthropologie und Archäologie</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/der-stephansdom-und-sein-vergessener-friedhof-unbekannte-geschichten-aus-den-tiefen-wiens-beruehmtester-kirche/">Der Stephansdom und sein vergessener Friedhof: Unbekannte Geschichten aus den Tiefen Wiens berühmtester Kirche</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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		<title>Die Hexe von Wien: Eine fesselnde Reise in die düstere Welt der Hexenverfolgung und ihrer geheimnisvollen Geschichte</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/die-hexe-von-wien-eine-fesselnde-reise-in-die-duestere-welt-der-hexenverfolgung-und-ihrer-geheimnisvollen-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:51:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen, Legenden & Kurioses]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ab wann galt man als&#160;Hexe? Diese Frage ist erschreckend einfach zu beantworten: es reichten bereits kleine Dinge, wie eine anonyme Anschuldigung, und man wurde als&#160;Hexe&#160;oder&#160;Hexer&#160;angeklagt. Nicht selten war das eine bequeme Möglichkeit, unliebsame, aber unschuldige, Personen aus dem Weg zu schaffen. Einmal als&#160;Hexe/r&#160;angeklagt, war sein oder ihr Schicksal so gut wie besiegelt. Unter Folter wurde [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/die-hexe-von-wien-eine-fesselnde-reise-in-die-duestere-welt-der-hexenverfolgung-und-ihrer-geheimnisvollen-geschichte/">Die Hexe von Wien: Eine fesselnde Reise in die düstere Welt der Hexenverfolgung und ihrer geheimnisvollen Geschichte</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Ab wann galt man als&nbsp;<em>Hexe</em>? Diese Frage ist erschreckend einfach zu beantworten: es reichten bereits kleine Dinge, wie eine anonyme Anschuldigung, und man wurde als&nbsp;<em>Hexe</em>&nbsp;oder&nbsp;<em>Hexer</em>&nbsp;angeklagt. Nicht selten war das eine bequeme Möglichkeit, unliebsame, aber unschuldige, Personen aus dem Weg zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal als&nbsp;<em>Hexe/r</em>&nbsp;angeklagt, war sein oder ihr Schicksal so gut wie besiegelt. Unter Folter wurde ein Geständnis erzwungen und wer, wie durch ein Wunder, die Pein überlebte und von der Anschuldigung der Hexerei freigesprochen wurde, führte ein Leben als gemiedener Außenseite.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=396x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i1c9dcd979d3f07ba/version/1666863882/image.jpg" alt="Der Teufelspakt: man verspricht dem Teufel seine Seele"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Teufelspakt: man verspricht dem Teufel seine Seele</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die häufigsten Anklagepunkte in einem Hexenprozess waren der&nbsp;<strong>Teufelspakt</strong>, die&nbsp;<strong>Teufelsbuhlschaft</strong>, der&nbsp;<strong>Hexenflug</strong>, der&nbsp;<strong>Hexensabbat</strong>&nbsp;(Hexentreff) und der&nbsp;<strong>Schadenzauber</strong>, wobei der&nbsp;zentrale Punkt einer Hexenanklage der Pakt mit dem Teufel bildete. Der Vertrag zwischen Teufel und&nbsp;<em>Hexe</em>&nbsp;bzw.&nbsp;<em>Hexer</em>&nbsp;geht mit der Zuwendung zum Teufel und Abschwörung Gottes einher. Daher wurden&nbsp;<em>Hexen/Hexer</em>&nbsp;auch oftmals mit Ketzern gleichgesetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pakt hinterließ jedoch auch körperliche Spuren. Da man von nun an Besitz des Teufels war, wurde man auch als solcher gekennzeichnet: Knoten, Narben, Warzen, Muttermale oder körperliche Behinderungen sind nur ein paar Beispiele für damalige &#8222;Erkennungszeichen&#8220; von&nbsp;Hexen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Entgegen der allgemeinen Meinung, dass die Hexenprozesse im &#8222;düsteren Mittelalter&#8220; stattgefunden haben, fanden die meisten (dokumentierten) Hexenprozesse zwischen 1570 und 1690 statt &#8211; in der Neuzeit. Die letzte vermeintliche Hexe wurde&nbsp;1793 im heutigen Polen hingerichtet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vergleich&nbsp;zu den anderen Bundesländern des heutigen Österreichs fanden in Wien sehr wenige Hexenprozesse statt und nur eine dieser Anklagen führte zur Verbrennung der &#8222;<em>Hexe</em>&#8222;&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schicksal der Hexe Elisabeth Plainacher</p>



<p class="wp-block-paragraph">Elisabeth Plainacher, geborene&nbsp;Holtzgassner, wurde 1513 in Pielamund bei Melk geboren und hatte zwei Kinder: ihren Sohn Achatius und ihre Tochter Margareth.&nbsp;Margareth, die mit dem Bauern Georg Schlutterbauer verheiratet war, verstarb bei der Geburt ihres vierten Kindes. Am Sterbebett bat sie darum, dass das Kind Anna bei ihrer Großmutter aufwachsen soll. Da ihr Vater, Georg Schlutterbauer, ein gewalttätiger Trinker war, wuchs Anna tatsächlich bei ihrer Großmutter Elisabeth Plainacher auf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als das Mädchen jedoch älter wurde,&nbsp;begann die Leidensgeschichte der&nbsp;<em>Hexe</em>&nbsp;Elisabeth Plainacher: da Anna das arbeitsfähige Alter erreicht hatte, wollte der Vater, bei dem das Mädchen seit kurzem lebte, sie als Arbeitskraft auf einen fremden Bauernhof schicken.&nbsp;Jedoch reagierte das Kind mit &#8222;hysterischen und krampfhaften Anfällen&#8220; und der Bauer beschuldigte Elsa (Elisabeth Plainacher) der Hexerei. Sie soll Anna und andere Mädchen aus dem Dorf verhext und dem Teufel versprochen haben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mittlerweile 70-jährige Elsa nahm die Androhungen zunächst nicht ernst und konterte, dass das Mädchen erst unter den Anfällen litt, seitdem es beim Vater am Hof lebte.&nbsp;Schlutterbauer begann jedoch die Anschuldigungen öffentlich zu machen: Elisabeth sei ja Protestantin, das alleine sei&nbsp;schon sehr verdächtig (Österreich war zur der damaligen Zeit zum größten Teil katholisch). Sie soll Anna zu lutherischen Messen mitgenommen haben, sie behext und dem Teufel zugeführt haben. Wie die meisten&nbsp;Frauen am Land, kannte sich auch Elsa mit der Kräuterheilkunde aus; ein weiteres Indiz dafür, dass sie eine Hexe sein musste.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst versuchte Elisabeth noch die Vorwürfe abzuwehren, jedoch war die &#8222;Beweislast&#8220; zu schwer. Die vom Teufel besessene Anna wurde zunächst nach Mariazell sowie nach Sankt Pölten überstellt und in beiden Städten einem Exorzismus unterzogen. Als sich an ihrem Zustand nichts besserte, wurde sie nach Wien ins Bürgerspital gebracht. Um Annas arme Seele retten zu können, wurde sie in Wien von Bischof Johann Caspar befragt. Das etwas einfältige und naive Mädchen gestand daraufhin alles, was der Bischof hören wollte:&nbsp;In einem Glas hielt die Großmutter Fliegen und Schlangen, die sich in kleine Teufel verwandelten und sie (Elsa) hatte regelmäßig Besuch von einem schwarzen Mann, der bei ihr im Bett lag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Verhext worden sei Anna durch Äpfel &#8211; ihre Großmutter zwang sie vier Äpfel zu essen, obwohl ihr schon sehr vor dem vierten grauste; danach begannen die (epileptischen) Anfälle.&nbsp;Von nun an war es klar: die Elisabeth Plainacher war eine&nbsp;<em>Hexe</em>&nbsp;und musste zur Rechenschaft gezogen werden.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hexenprozess</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=394x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/if8ef61694d624f57/version/1666863720/image.jpg" alt="Plainacher wurde am Scheiterhaufen verbrannt (Symbolfoto)"/><figcaption class="wp-element-caption">Plainacher wurde am Scheiterhaufen verbrannt (Symbolfoto)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Elisabeth Plainacher wurde nach Wien ins Malefizspitzbubenhaus gebracht, wo sie &#8222;peinlich befragt&#8220; wurde.&nbsp;Durch eine&nbsp;grausame Tortur von Knochenbrüchen, inneren Blutungen und ausgekugelten Schultergelenken gezwungen, bekannte sich Elsa schlussendlich der Hexerei schuldig. Sie gestand alles, was man ihr in den Mund legte: einen Hexenflug über den Ötscher, Hagel- und Milchzauber, den abscheulichen Umgang mit dem Teufel, eine Hostienschändigung und sogar Kindsmord. Ebenfalls gestand sie, Anna durch Äpfel verhext zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 27. September brachte man sie zur Gänseweide, wo sie für ihre Verbrechen verbrannt werden sollte. Da sie durch die Folter nicht mehr aus eigener Kraft gehen konnte, wurde sie auf ein Holzbrett geschnallt und von einem Pferd zu ihrem Hinrichtungsplatz gezogen. Dort angekommen, wurde sie bei lebendigem Leibe verbrannt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;Elisabeth Plainacher wurden drei Faktoren zum Verhängnis: der Neid ihres Schwiegersohnes, der nach ihrem Ableben ihren Hof erbte, die Krankheit ihrer Enkelin (vermutlich Epilepsie) und ihr Glaube.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst 1787 wurde durch Kaiser Joseph II. der grausamen Hexenjagd ein Ende gesetzt &#8211; bis zu diesem Zeitpunkt wurden in Europa zwischen 30.000 und 60.000 Menschen der Hexerei angeklagt und hingerichtet; allein in Österreich waren es 1.000 Menschen&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heutzutage gibt es&nbsp;in Österreich keine Hexenjagd mehr, dennoch fürchten sich manche Menschen&nbsp;auch heute noch vor fremden&nbsp;Kulturen und/oder Menschen, die einfach etwas anders denken oder aussehen.&nbsp;Wir fänden es schön, wenn die Gesellschaft in Zukunft generell auf&nbsp;Unbekanntes offener und vor allem&nbsp;positiver reagieren würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen euch noch einen schaurigen Abend!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Team</a></p>



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<figure class="wp-block-image"><a href="https://archaeo-now.com/augmented-reality-tour/"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=220x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ib55a29f8ceeac2fc/version/1666863872/image.jpg" alt=""/></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Noch nicht genug von schaurigen Geschichten aus der Wiener Innenstadt?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Erkundet mit unserer Rallye &#8222;<a href="https://archaeo-now.com/programme-kinder/schaurige-stadt/">Die schaurige Stadt</a>&#8220; oder dem &#8222;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/halloween/">Halloween Special</a>&#8220; die gruseligsten Ecken von Wien! Wir freuen uns auf euch.</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=182x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i4ef94ca5566bbe13/version/1666863913/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sarah Ambichl, BSc.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der Anthropologie und Archäologie</p>
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		<title>Schauriges Wien: Der Fluch der Habsburger &#8211; Eine faszinierende Reise in die unheimlichen Geheimnisse der österreichischen Monarchie</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/schauriges-wien-der-fluch-der-habsburger-eine-faszinierende-reise-in-die-unheimlichen-geheimnisse-der-oesterreichischen-monarchie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:49:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen, Legenden & Kurioses]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Habsburger &#8211; eine verfluchte Familie zwischen Unglück und Tod In Wien sind sie fast allgegenwärtig: die&#160;Habsburger. Hört man das Wort Habsburg, kommen einem sofort Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Maria Theresia in den Sinn. Dass die Habsburger ursprünglich aus der Schweiz (heute Kanton Aargau) stammen und ihren Sitz auf der sogenannten Habichtsburg – kurz [&#8230;]</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



<p class="wp-block-paragraph">Die Habsburger &#8211; eine verfluchte Familie zwischen Unglück und Tod</p>



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<p class="wp-block-paragraph">In Wien sind sie fast allgegenwärtig: die&nbsp;<strong><a href="http://www.habsburger.net/de/stammbaum" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Habsburger</a></strong>. Hört man das Wort Habsburg, kommen einem sofort Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Maria Theresia in den Sinn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Habsburger ursprünglich aus der Schweiz (heute Kanton Aargau) stammen und ihren Sitz auf der sogenannten Habichtsburg – kurz Habsburg – bis ins 13. Jahrhundert hatten, ist gemeinhin bekannt. Auch für ihre Reformen, ihre exzentrischen Persönlichkeiten und ihre lange Herrschaftstradition sind sie weltweit berühmt. Aber, dass dieses Herrschergeschlecht von Gevatter Tod mit Schritt und Tritt verfolgt wurde, spiegelt sich&nbsp;ebenfalls in ihrer Geschichte wieder. Kaum ein Habsburger ist friedlich entschlafen; ein gewaltsamer Tod oder Selbstmord&nbsp;sind&nbsp;mehr die Regel als die Ausnahme. Doch woher kommt dieser Fluch? Wer hat ihn ausgesprochen und welches Unheil hat er vollbracht? Mit diesen Fragen begeben wir uns heute auf die Spuren dieses alten Fluches&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Beginn des Fluchs der Habsburger</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=232x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i72b86ac8446ee0a5/version/1548950738/image.jpg" alt="Der Ursprung des Fluches : Rudolf I.  (Copyright: Österreich. Nationalbibliothek)"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Ursprung des Fluches : Rudolf I. (Copyright: Österreich. Nationalbibliothek)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Einer Sage zufolge erwartete eine junge Dienstmagd im 13. Jahrhundert von ihrem Burgherrn ein Kind, jedoch war sie einem Mitbürger zur Ehe versprochen worden. Dieser löste die Verlobung auf, als er von der Liebschaft erfuhr. In ihrem Zorn und ihrer Trauer verfluchte die junge Frau sowohl ihr Kind, als auch dessen Vater sowie den ehemaligen Verlobten. Der Burgherr erwürgte sie voller Wut. Doch der Fluch über die Erbfolge war schon gesprochen worden und konnte nicht mehr gebrochen werden. Sie wünschte der Nachkommenschaft Krankheiten, besonders bei Neugeborenen und vor allem in Bezug auf Söhne. Bei dem Burgherrn soll es sich um&nbsp;<strong>Rudolf I.</strong>&nbsp;gehandelt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Überlieferung&nbsp;spiegeln sich die charakteristischen Stände des Mittelalters als auch das Grundprinzip der Leibeigenschaft und dessen wirtschaftlichen Strukturen wieder. Ob es diesen Vorfall wirklich gegeben hat, ist nicht erwiesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Reihe von Erfolgen sowie Misserfolgen führen nicht zwangsläufig auf einen Fluch zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von einem Fluch kann gesprochen werden, wenn negative Ereignisse ein gewisses Muster annehmen oder sich nahezu wiederholen. Dann kann die mögliche Existenz eines Fluches in Erwägung gezogen werden. Bei den Habsburgern zeichnete sich der Fluch folgendermaßen ab: sobald der Gipfel des Erfolges während einer Regierungsherrschaft erreicht worden war, kam meist ein jäher Umschwung ins Gegenteil. So als sei ihnen ein längeres Glück nicht vergönnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den ersten, den der Fluch vermutlich traf, war&nbsp;<strong>Albrecht VI.</strong>, Graf von Habsburg, Vater des berühmten Rudolf IV./I. von Habsburg. Dieser wurde bei einer Routinepatrouille während des fünften Kreuzzugs von einem arabischen Söldnertrupp kurz vor seiner geplanten Heimreise getötet. Die Ironie dabei ist, dass er die größeren Schlachten alle überlebt hatte. Über seine Territorien herrschte er etwa 7 Jahre lang, jedoch nicht ohne Erbstreitigkeiten und viele Mühen. Schlussendlich verstarb er nicht einmal mit 30 Lebensjahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Sohn&nbsp;<strong>Rudolf</strong>&nbsp;erlebte einen großen Aufschwung, er wurde 1273 zum ersten römisch-deutschen König aus dem Geschlecht der Habsburger gewählt und vom Erzbischof Engelbert II. zum König gekrönt. 1276 verstarb sein Sohn Karl bereits im Säuglingsalter. 1278 stand er am Gipfel seiner Macht, danach musste er mit einer Reihe von weiteren Schicksalsschlägen kämpfen: seine Gemahlin Anna, die ihm bereits viele Kinder gebar, schenkte ihm noch zwei weitere Kinder, die jedoch beide im Säuglingsalter verstarben: Kurz nach deren Tod starb seine Frau im Jahr 1281. Im selben Jahr ertrank sein 18-jähriger Sohn Hartmann. Die letzten Jahre von Rduolf waren von Leid geprägt, allen voran aufgrund der Erbstreitigkeiten um das Thronfolgerecht. Er starb mit der Ungewissheit, welches Schicksal sein Reich, an dessen Aufbau er maßgeblich gewirkt hatte,&nbsp;treffen&nbsp;wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sein&nbsp;<strong>Sohn Albrecht V./I</strong>. litt drei Jahre nach dem Tod des Vaters an einer „fremdartigen“ Krankheit, bei der es sich jedoch um die Folgen eines Giftanschlages handelte. Die „Heilmethoden“ förderten jedoch keinen Genesungsverlauf, sondern schädigten den Körper und er erblindete auf einem Auge. Er wurde – trotz Erwerb der Königskrone 1298 – von einer Pechsträhne, geprägt von Aufständen, Intrigen und Schlachten, verfolgt. Er wurde schlussendlich von seinem Neffen Johann von Schwaben, auch genannt der Onkelmörder, und drei Schweizer Freiheitskämpfern in der Nähe der Habsburg erstochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fluch der Habsburger- wohl nicht nur Aberglaube</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fluch der Habsburger wirkte sich jedoch nicht nur auf die Gesundheit der Adelsfamilie aus, er hatte auch Auswirkungen auf das Kriegsgeschick der Habsburger: in der Schweiz wurde zwischen den Eidgenossen und den Habsburgern 1315 die Schlacht am Morgarten ausgetragen, jedoch gelang den Schweizern ein überraschender Sieg. Die Schweizerische Eidgenossenschaft war mit etwa 1.500 Mann in der Minderzahl, die österreichische Armee mit etwa 9.000 Mann, davon etwa 2.000 Ritter, deutlich überlegen, sehr gut organisiert, von einem kampferfahrenen Feldherr angeführt, mit ortskundigen einheimischen Adeligen als Unterstützung ausgestattet. Dennoch wurden sie von den freien Schweizern besiegt – Herzog Leopold I. von Österreich entkam nur mit Müh‘ und Not. Österreich verlor etwa 2.000 Mann, die Eidgenossenschaft etwa 12. Daher munkelte man schon damals, ob die Habsburger nicht doch verflucht seien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fluch manifestierte sich nicht nur in Fehden und in der daraus folgenden wirtschaftlichen Hinsicht, sondern auch durch&nbsp;<strong>Krankheiten</strong>, welche sicherlich durch die stark betriebene Heiratspolitik innerhalb der Familie – das wohl berühmteste Beispiel ist&nbsp;<strong>Kaiser Franz Joseph I.</strong>&nbsp;und seine Gemahlin&nbsp;<strong>Kaiserin Elisabeth</strong>, sie waren Cousin und Cousine – begünstigt wurden und erbliche Belastungen wie geistige und körperliche Beeinträchtigungen vermehrt zum Vorschein brachten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Karl II.</strong>, König von Spanien und letzter Habsburger der spanischen Linie, wurde aufgrund seiner körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen „der Verhexte“ genannt und kann als Beispiel angesehen werden. Er hatte Ödeme am ganzen Körper, konnte mit 39 Jahren nicht mehr aufstehen, hatte Halluzinationen, fiel schlussendlich ins Koma und starb 1700 ohne erbfolgeberechtigte Nachkommen. Sein Tod löste den Spanischen Erbfolgekrieg aus.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=242x1024:format=png/path/sbf72ee295f333049/image/i8cea0288a9dee981/version/1548950738/image.png" alt="Kaiserin Maria Theresia (Copyright: Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebs G.m.b.H.)"/><figcaption class="wp-element-caption">Kaiserin Maria Theresia (Copyright: Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebs G.m.b.H.)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Auch&nbsp;<strong>Kaiserin&nbsp;Maria Theresias&nbsp;</strong>Leben war mit Schatten behaftet: 1765 stirbt ihr geliebter Mann&nbsp;<strong>Franz I. Stephan&nbsp;</strong>kurz nach der Hochzeit ihres Sohnes&nbsp;<strong>Leopold II.</strong>&#8211; vermutlich an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall. Seither trug sie nur noch schwarze Witwentracht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr Lieblingssohn Karl Joseph von Österreich starb bereits im Alter von 15 Jahren an den Pocken. Dank seines Charismas, seiner Intelligenz und Extrovertiertheit wurde er vom gesamten Hof geachtet und wäre ursprünglich nach dem Tod seines Bruders&nbsp;<strong>Joseph II.</strong>&nbsp;1790, welcher an Tuberkulose verstarb, dessen Nachfolger geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Maria Antonia</strong>, Tochter Maria Theresias und vor allem als Marie-Antoinette bekannt, wurde Opfer der Französischen Revolution und im Oktober 1793, 3 Monate nach ihrem Mann&nbsp;<strong>Ludwig XVI.</strong>, nach einem kurzen Prozess durch die Guillotine hingerichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Fluch der&nbsp;Borbála Skerlecz de Lomnicza</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kaiser Franz Josephs I.</strong>&nbsp;Leben beutelten sehr viele Schicksalsschläge. Es war von Unruhen geprägt und deutete bereits eine Katastrophe und die Auflösung der Monarchie an. Vielleicht ist dieses Ende einer Ära auf einen weiteren Fluch zurückzuführen, der 1849 über Franz Joseph von Borbála Skerlecz de Lomnicza gesprochen wurde. Sie war die Mutter des Grafen Lajos Batthyány, erster Ministerpräsident des Königreichs Ungarns, der während der Separationsbestrebungen Ungarns verhaftet und trotz vieler Proteste und Gesuch um Gnade zur Hinrichtung verurteilt und aufgrund eines missglückten Selbstmordversuches erschossen worden ist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der Ablehnung des Gnadengesuchs verfluchte sie den Kaiser mit folgenden Worten: „Himmel und Hölle solle sein Glück vernichten, sein Geschlecht soll vom Erdboden verschwinden, und er selbst soll heimgesucht werden in den Personen derer, die er liebt! Sein Leben sei der Zerstörung geweiht und seine Kinder sollen elend zugrunde gehen!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Franz Joseph verlor zwei seiner Kinder: seine Tochter Sophie bereits im Alter von 2 Jahren und seinen Sohn Rudolf. Der Kronprinz von Österreich-Ungarn nahm sich gemeinsam mit Baronesse Mary Vetsera 1889 auf Schloss Mayerling sein Leben. Erzherzog Karl Ludwig, Bruder des Kaisers, starb 1896 an einer „Reisekrankheit“, die er sich im Zuge einer Reise nach Ägypten und Palästina zugezogen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kaiser von Mexiko,&nbsp;<strong>Maximilian I.</strong>, ein weiterer Kaiserbruder, wurde nach nur drei Jahren Regierungszeit 1867 von der Gegenregierung gefangen genommen, von einem Kriegsgericht zum Tode verurteilt und erschossen. Seine Frau Charlotte von Belgien erlitt während der Kämpfe gegen die Revolutionären einen Nervenzusammenbruch, verfiel nach Maximilians Tod dem Wahnsinn und starb 1927.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kaiserin Elisabeth</strong>, unsere „Sisi“, wurde 1898 in Genf von Luigi Lucheni mit einer Feile ermordet. Ihr Tod war wohl des Kaisers größter Schicksalsschlag.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Attentat von Sarajevo im Jahr 1914 wurden&nbsp;<strong>Erzherzog Franz Ferdinand</strong>&nbsp;und seine&nbsp;<strong>Gemahlin Sophie</strong>&nbsp;beim Einbiegen in die Kaiser-Franz-Joseph-Straße erschossen. Gerüchte, sein Onkel hätte ihm die nicht standesgemäße Hochzeit nie verziehen, verbreiteten sich damals – als würde ein Fluch auf ihm liegen. Dieses Unglück zog eine verheerende Wirkung nach sich: die Kriegserklärung an Serbien, die – ähnlich wie fallende Dominosteine – weitere Kriegserklärungen auslöste und in den ersten Weltkrieg mündete, die sogenannte „Tragödie Europas“, der Zerfall eines Reiches.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kaiser Franz Joseph</strong>&nbsp;verstarb 86-jährig an einer chronischen Entzündung der Atemwege, die sich zu einer Lungenentzündung ausweitete, jedoch arbeitete er trotz anhaltendem Fieber bis zu seinem Tod im November 1916 und&nbsp;entschlief – als einer der wenigen Habsburger – in seinem Bett.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Karl I.</strong>, der letzte Kaiser von Österreich (1916-1918), starb an einer schweren Lungenentzündung 1922 im Alter von nur 34 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob sich der Fluch und somit die Rache erfüllt hat, lässt sich nicht sagen, jedoch endete mit Karls Tod das seit 645 Jahren regierende Herrschaftsgeschlecht der Habsburger. Seither sind die auf der ganzen Welt verbliebenden Habsburger von großen Schicksalsschlägen verschont geblieben. Der angedachte Thronfolger&nbsp;<strong>Otto von Habsburg</strong>&nbsp;unterschrieb 1961 seine Thronverzichts- und Loyalitätserklärung und war bis zu seinem Tod für ein geeintes Europa. Für ihn war die Überwindung von Totalitarismus und Nationalismus sowie das Selbstbestimmungsrecht der Völker entscheidend. Er verstarb 98-jährig im Jahr 2011.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob die Habsburger mit einem Fluch belegt worden sind, werden wir wohl nie herausfinden, jedoch werden wir niemals vergessen, dass die Habsburger – mit all ihren Schicksalsschlägen – für die Entwicklung Europas eine entscheidende Rolle gespielt und das heutige Europa geprägt haben.&nbsp;Im 21. Jahrhundert befinden wir uns in einer Zeit, in der sich die europäische Einigung immer mehr ihrer Vollendung nähert und dies war wohl auch der ursprüngliche Gedanke der Habsburger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen Euch noch einen schaurigen Abend!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW &#8211; Team</a></p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/none/path/sbf72ee295f333049/image/if6e9814a09bfaf95/version/1676984310/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Noch nicht genug gegruselt?&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann buche unsere Rätselrallye &#8222;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/schaurige-stadt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die schaurige Stadt</a>&#8220; &#8211; der&nbsp;<strong>Rätselspaß mit Gänsehaut-Garantie</strong>.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schicke uns einfach eine&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/buchungsanfrage/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">unverbindliche Buchungsanfrage</a>&nbsp;oder wähle einen unserer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/buchung/termine/">wöchentlichen Termine</a>. Wir freuen uns auf dich!&nbsp;</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=180x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i8e80454ddfd9d781/version/1587631402/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;&nbsp;</p>
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		<title>Valentinstag: Der Tag der Liebe und Freundschaft &#8211; Eine historische Reise durch die Wurzeln dieses romantischen Festes</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/valentinstag-der-tag-der-liebe-und-freundschaft-eine-historische-reise-durch-die-wurzeln-dieses-romantischen-festes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:49:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die blutige Vergangenheit&#160;des Valentinstag &#8211; eine etwas kopflose Geschichte „Die Vögel im Himmel versammeln sich an diesem Tage, damit jeder seinen Partner des Herzens findet und zusammen kommt, was zusammen gehört.“– Geoffrey Chaucer. Am&#160;Valentinstag&#160;feiern wir weltweit den Tag der Liebe und Freundschaft! Doch für viele ist dieser&#160;ein erfundener Tag des Kommerzes ohne jegliche Symbolik, an [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die blutige Vergangenheit&nbsp;des Valentinstag &#8211; eine etwas kopflose Geschichte</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=340x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i653cad7ea13d1152/version/1613290024/image.jpg" alt="Der Valentinstag - ein missverstandener Feiertag"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Valentinstag &#8211; ein missverstandener Feiertag</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Die Vögel im Himmel versammeln sich an diesem Tage, damit jeder seinen Partner des Herzens findet und zusammen kommt, was zusammen gehört.</em>“– Geoffrey Chaucer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;feiern wir weltweit den Tag der Liebe und Freundschaft! Doch für viele ist dieser&nbsp;ein erfundener Tag des Kommerzes ohne jegliche Symbolik, an welchem einzig und allein der Blumen- und Süßwarenhandel floriert. Dass seine Wurzeln jedoch bis in die Antike zurückreichen, ist vielen eher unbekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit wann feiern wir den&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;und warum wird er überhaupt so genannt? Was ist der Grundgedanke des&nbsp;<strong>Valentinstages</strong>? All diese Fragen werden wir heute beantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lupercalien und die Göttin Juno &#8211; der Valentinstag im alten Rom</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob es eine direkte Verbindung zwischen dem römischen Fest der Fruchtbarkeit, die Lupercalien – das Fest der Wölfin – und dem&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;gibt, lässt sich nicht belegen. Jedoch wurde dieses Fest ebenfalls im Februar, zwischen dem 13. und 15., gefeiert.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=355x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/if05ebba31132cfce/version/1613290031/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ovid zufolge hing der Ritus der Luperei mit dem Kult der Juno Lucina zusammen. Bei dem Brauch der&nbsp;<em>Luperei</em>&nbsp;gürtelte man sich das Fell eines Bockes um, welcher zuvor geopfert worden war, und jede (Ehe-)Frau, die&nbsp;man auf seinem Weg traf, wurde damit geschlagen, um ihnen so Fruchtbarkeit zu schenken. Auf diesem Wege wurden die Geschlechtsreiferituale zur Menache, der ersten Menstruation von Frauen, abgehalten. Die römische Göttin Juno wurde zu diesem Anlass in Gestalt der Göttin Juno Februata, Göttin der Hochzeit, Ehe, Fruchtbarkeit und Reinigung, am 14. Februar mit Blumen als Opfergaben geehrt. Den Frauen wurden an diesem Tag Blumen geschenkt, Liebesorakel in Tempeln wurden abgehalten und verschiedensten Quellen zufolge wurden damals Pergamentpapiere mit Namen von ledigen Männern und Frauen gezogen und für ein Jahr miteinander verbunden, manchmal entstand daraus eine Ehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">2007 wurde von italienischen Archäologen eine Höhle wiederentdeckt, manche vermuten, dass es sich um die Höhle Lupercal handelt, eine wichtige Kultstätte der Römer, welche am Fuß des Palatins lag, wovon sich auch das Fest der Lupercalien ableitet und in welcher Romulus und Remus von einer Wölfin gesäugt worden sind. Ob es sich wirklich um diese Höhle handelt, konnte bisher nicht verifiziert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Valentinstag und sein Namenspatron</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;hat mehrere Namensgeber. Oftmals wird der 14. Februar der Legende des&nbsp;<em>Valentins von Rom</em>&nbsp;zugesprochen, jedoch auch dem&nbsp;<em>Hl. Valentin von Terni</em>. Beide wurden Ende des 3. Jahrhunderts nach Christus enthauptet und finden auf der Via Flaminia ihre Begräbnis- bzw. Verehrungsstätten, sind im Martyrologium des Hieronymus belegt und werden dem 14. Februar zugewiesen. Vermutlich vermischten sich die Legenden im Laufe der Zeit zu einer.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=161x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i9eb23d3e950d51e1/version/1550169036/image.jpg" alt="Liebesbriefe  werden oft mit &quot;Dein Valentin&quot; unterzeichnet"/><figcaption class="wp-element-caption">Liebesbriefe werden oft mit &#8222;Dein Valentin&#8220; unterzeichnet</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der&nbsp;<em>Heilige Valentin von Terni</em>&nbsp;ist dafür bekannt, dass er unter anderem den verkrüppelten Sohn eines Gelehrten heilte und als Helfer für die an Epilepsie erkrankte Menschen. Seine Darstellung – ein Erkrankter liegt zu Füßen des Heiligen – wird oftmals mit dem gleichnamigen Apostel&nbsp;<em>Valentin von Rätien</em>, Bischof von Passsau, verwechselt, obwohl diese Legenden nicht zusammengehören.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Legende des&nbsp;<em>Priesters Valentin aus Rom&nbsp;</em>besagt, dass er&nbsp;trotz Verbot des Kaisers Claudius II. Soldaten christlich verheiratete und den Liebespaaren Blumen aus seinem Garten zur Ehezeremonie schenkte. Damit widersetzte er sich den direkten Befehlen des Kaisers und wurde zum Tode verurteilt. Während seines Gefängnisaufenthaltes soll er sich in die Tochter des Gefängniswärters verliebt und dem Mädchen einen Brief mit „von deinem Valentin“ geschenkt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Valentin ist somit&nbsp;<strong>Patron der Liebesleute</strong>, aber auch der Bienenzüchter und bei Viehseuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob sich diese Legenden wirklich so ereignet haben, wissen wir nicht, jedoch gehen manche von einer Erfindung des romantischen 18. Jahrhunderts aus und sehen die Entstehung des Brauches im Mittelalter, vor allem zur Zeit des Minnesangs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch wissen wir, dass sowohl&nbsp;<em>Valentin aus Rom</em>&nbsp;als auch&nbsp;<em>Valentin aus Terni&nbsp;</em>gelebt haben. Während des Mittelalters wurden heidnische Feiertage und Bräuche zeitgleich mit christlichen Festen gelegt, damit der alte Brauch unter neuem Namen weitergefeiert werden konnte. Somit kann eine Entstehung während der Antike und Adaption während des Mittelalters sehr wohl als wahrscheinlich angenommen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Traditionen des Valentinstag und ihr Ursprung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im mittelalterlichen England war es bereits im 14. Jahrhundert Brauch, sich am&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;mit Blumen und Liebesbriefen zu beschenken. Die damalige Verbreitung des&nbsp;<strong>Valentinstags</strong>&nbsp;verdanken wir unter anderem dem englischen Schriftsteller und Dichter&nbsp;<em>Geoffrey Chaucer,</em>&nbsp;welcher das Gedicht „The Parliament of Fowls“ am Hofe Richards II. Vortrug.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Gedicht darüber, wie sich die Vögel am&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;unter der Aufsicht der Göttin Natur ihren Partner erwählen und Hochzeit hielten. Der Ursprung unseres bekannten Volksliedes “Vogelhochzeit” ist wohl darauf zurückzuführen. Im 18. Jahrhundert, dem Viktorianischen Zeitalter, waren verzierte Grußkarten, genannt „valentines“, unter Liebenden in Mode gekommen und die Sprache der Blumen florierte wieder, war jedoch schon zur Zeit des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. Tradition.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neues Aufleben nach dem Zweiten Weltkrieg</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=355x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i9209a5e69e4e3dcb/version/1613290350/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Einwanderung in die nordamerikanischen Kolonialgebiete, vor allem durch die Engländer ab dem 17. Jahrhundert, lebte der Brauch des&nbsp;<strong>Valentinstages</strong>&nbsp;in den Vereinigten Staaten fort, während er in Europa aufgrund der Weltkriege langsam in Vergessenheit geriet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedoch wurde der&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;durch US‑Soldaten zum Ende des Zweiten Weltkrieges wieder nach Europa gebracht und somit in der ursprünglichen Heimat abermals gefeiert. Gerade nach diesem dunklen Teil unserer Geschichte wurde dieser Tag mit Begeisterung aufgenommen und erlangte vor allem durch Werbung von Floristen und Süßwarenhersteller große Bekanntheit in allen Teilen Europas. Besonders Frankreich, Belgien und England hießen den&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;herzlichst Willkommen, in der deutschsprachigen Gegend setzte sich dieser Brauch nur langsam durch.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jede Form der Liebe ist wichtig</strong>, die Liebe zwischen einem Liebespaar, zwischen Eltern und Kindern, in der Freundschaft, die Liebe zum Nächsten und zu uns selbst. Der&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;ist dafür da, uns daran zu erinnern, wie wichtig es ist, zu lieben und die Liebe nicht als Selbstverständlichkeit hinzunehmen. Wir dürfen die Liebe pflegen und ehren, jedoch nicht nur an einem Tag im Jahr, sondern das ganze Jahr hindurch. Durch den Alltag kommt die Liebe manchmal zu kurz. Der&nbsp;<strong>Valentinstag</strong>&nbsp;soll uns daher die Liebe und ihre Wichtigkeit noch einmal ins Gedächtnis rufen und gibt uns die Chance, unseren Liebsten zu zeigen, wie viel sie uns bedeuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wünschen euch einen Tag voller Liebe und Romantik!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Euer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNow-Team</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=265x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ifefa3723c22a6185/version/1677498303/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am Valentinstag noch nichts vor ?&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wäre es mit einem Date mit Giacomo Casanova und einer prickelnden Reise in die Vergangenheit ? Auf unser Tour&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/das-erotische-wien/">Das erotische Wien</a>&nbsp;nehmen wir die Wiener Innenstadt einmal unter die rosarote Lupe. Es werden spannende Fragen aufgeworfen &#8211; Was suchen Geschlechtsorgane am Stephansdom? Was ist am Beichtstuhl in der Michaelkirche wirklich vorgefallen und wie viele Gspusis braucht die Frau von Welt ?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ihr die Antworten herausfinden wollt dann bucht jetzt eure Tour!</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=170x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/id769867e2a614bd8/version/1587631527/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Supan, BA.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Teil des&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW-Teams</a>&nbsp;und Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;&nbsp;</p>
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		<title>Die Vampirfürstin von Schwarzenberg</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/die-vampirfuerstin-von-schwarzenberg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:46:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Mythen, Legenden & Kurioses]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Jahr 2007 fanden Archäologen bei Grabungsarbeiten in der Nähe des alten Friedhofs von Krumau drei männliche Skelette. So weit, so unspektakulär. Doch diese Bestattungen waren anders als alle anderen um sie herum. Sie waren nicht geostet. Was bedeutet das? Ihre Gesichter blickten nicht nach Jerusalem und damit nach damaligem Glauben dem Jüngsten Tag und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/die-vampirfuerstin-von-schwarzenberg/">Die Vampirfürstin von Schwarzenberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=225x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i09891e18562e894c/version/1550741342/image.jpg" alt="Nicht geostet, gepfählt und enthauptet - Vampirbestattungen in Krumau"/><figcaption class="wp-element-caption">Nicht geostet, gepfählt und enthauptet &#8211; Vampirbestattungen in Krumau</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2007 fanden Archäologen bei Grabungsarbeiten in der Nähe des alten Friedhofs von Krumau drei männliche Skelette. So weit, so unspektakulär. Doch diese Bestattungen waren anders als alle anderen um sie herum. Sie waren nicht geostet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bedeutet das? Ihre Gesichter blickten nicht nach Jerusalem und damit nach damaligem Glauben dem Jüngsten Tag und der Auferstehung entgegen. Weiters waren sie mit Steinen beschwert und ihre Brustkörbe wiesen merkwürdige Verletzungen auf. Scheinbar wurden sie gepfählt. Einer der Männer wurde sogar geköpft und sein Kopf zwischen seine Beine gelegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Lage außerhalb des Hauptfriedhofs ist ungewöhnlich. Sie war normalerweise Ausgestoßenen, Verbrechern und Sündern vorbehalten. Diesen Männern wurde nicht nur die Symbolik der Auferstehung verwehrt, es wurde scheinbar alles unternommen, um sie am Auferstehen zu hindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim geschilderten Vorfall handelte es sich um eine sogenannte Vampirbestattung. Diese sollten die Wiederkehr der Verstorbenen als Untote verhindern und sind in unterschiedlichen Ausformungen bis in die Antike belegbar. Nach einer Datierung der Skelette schwinden auch die letzten Zweifel: Sie verstarben Mitte des 18. Jahrhunderts, einer Zeit, in der durch die Habsburgerlande eine wahre Vampirhysterie ging. Am schlimmsten traf sie ländliche, isolierte Gebiete im äußersten Osten der Kronländer – dort wurden aus Angst vor Vampiren und Nachzehrern ganze Friedhöfe ausgegraben und posthum verbrannt. Eine wohlhabende kleine Stadt wie Krumau passt aber nicht wirklich in das Schema. Warum also finden wir hier eindeutig belegbare Vampirbestattungen?</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=174x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/id3f7b2208acc11b2/version/1550741342/image.jpg" alt="Eleonore von Schwarzenberg "/><figcaption class="wp-element-caption">Eleonore von Schwarzenberg</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die wahrscheinlichste Antwort darauf ist die damalige Herrscherin der Stadt: Eleonore von Schwarzenberg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 1682 als Eleonore Elisabeth Amalia Magdalena von Lobkowitz geborene Adelige heiratete 1701 in das mächtige Haus Schwarzenberg. Ihre Ehe mit Adam Franz Karl verlief aber schwierig, da ihr Vater die versprochene Mitgift nicht stemmen konnte und sie zunächst keinen männlichen Erben gebar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrer Verzweiflung darüber suchte sie Hilfe bei den besten Ärzten ihrer Zeit und als auch das nicht half, versuchte sie immer merkwürdigere und okkultere Methoden. Sie ließ eine Wolfszucht in ihrem Schloss in Krumau einrichten, um von der angeblich fruchtbarkeitssteigernden Kraft der Wolfsmilch – ein Aberglauben, der auf Romulus und Remus zurückging – zu profitieren. Spätestens jetzt, als jede Nacht die Wölfe auf dem Schloss heulten, dürften die Anwohner*innen erstmals befremdet gewesen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Eleonore nach der Versöhnung mit ihrem Mann dann auch noch im für damalige Verhältnisse geradezu biblischen Alter von 41 schwanger wurde und endlich den ersehnten Stammhalter gebar, half bestimmt nicht, dieses Misstrauen zu mildern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Situation verschlimmerte sich radikal, nachdem ihr Mann bei einem Jagdunfall ums Leben kam. Die zeitlebens gesundheitlich angeschlagene Eleonore gab immer größere Unsummen für Ärzte und obskure Heilmittel aus und konsultierte immer öfter namhafte Okkultisten. Angeblich soll sie sogar versucht haben, ihren Mann von den Toten zurückzuholen. Zweifellos belegt ist, dass sie an schwerer Insomnie litt und nächtelang ruhelos durch ihr Schloss wanderte. Nächtliches Wolfsgeheul und flackernde Lichter im Schloss der okkultismus-begeisterten Fürstin. Langsam wurde es wirklich schaurig.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Graut Liebchen auch? .. Der Mond scheint hell!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&nbsp;Hurrah! die Todten reiten schnell!</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>&nbsp;Graut Liebchen auch vor Todten?“ –</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ach nein! .. Doch laß die Todten!“</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gottfried August Bürger: Lenore, angeblich inspiriert durch Eleonore von Schwarzenberg</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Punkt schien sogar ihr Leibarzt Franz von Gersdorf profunde Vorbehalte entwickelt zu haben, denn als Eleonore 1741 im Palais Schwarzenberg verstarb, ordnete er eine Obduktion an. Bei Mitgliedern des Hochadels, bei denen ein natürlicher Tod angenommen wurde, war das ein höchst ungewöhnlicher Schritt. Bei der Leichenöffnung stellte er zwar Gebärmutterhalskrebs im Endstadium fest, trug es aber nicht als Todesursache ein. Mehr noch: Es wurde überhaupt keine Todesursache vermerkt. Auch die Kosten der Obduktion waren vielfach höher als üblich, was zu der Vermutung führte, dass hier vielleicht eine Art Schweigegeld gezahlt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es kam auch die Theorie auf, dass die Entnahme ihres Herzens bei der Obduktion quasi eine „Ersatzpfählung“ darstellen sollte. Das ist aber nicht belegbar, da es bei Hochadeligen durchaus üblich war, die Herzen zu entnehmen und getrennt zu bestatten. Bei ihrem Mann geschah dies auch und er wurde bestimmt nicht des Vampirismus beschuldigt. Was allerdings Fragen aufwirft, ist, warum sie nicht in Wien bestattet wurde. Sie verstarb in Wien, die Familiengruft der Schwarzenbergs ist unter der Augustinerkirche in Wien und ihr Mann liegt ebendort bestattet. Warum wurde sie nicht mit ihrer Familie zur Ruhe gebettet, sondern aufwändig nach Krumau gebracht? Und warum wurde ihr Sarg dort eigens unter einer schmucklosen Seitennische eingemauert? Weit weg von allen anderen? Es erinnert auch nur eine einfache Steinplatte mit ihrem Namen und einem Totenkopf an sie und auch diese wurde bald verdeckt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt Parallelen zu den eingangs erwähnten Vampirbestattungen. Klare Trennung von der Gemeinde, Beschwerung mit Steinen, in ihrem Fall durch die Einmauerung, und die – wenn auch strittige – „Ersatzpfählung“ durch die Entnahme des Herzens. Die drei Männer auf dem Friedhof starben aufs Jahrzehnt genau zur selben Zeit wie Eleonore. Nach damaligem Glauben konnten Vampire alle nach ihnen bestatteten Toten um sich herum zu Vampiren machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wurde hier sichergegangen, dass die vermeintliche Vampirfürstin keinen Schaden anrichtet?</p>



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<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/none/path/sbf72ee295f333049/image/i1d72c35ca3b3c5e4/version/1676984230/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Noch nicht genug gegruselt?&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann buche unsere Rätselrallye &#8222;<a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/schaurige-stadt/">Die schaurige Stadt</a>&#8220; &#8211; der&nbsp;<strong>Rätselspaß mit Gänsehaut-Garantie</strong>.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schicke uns einfach eine&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/buchungsanfrage/">unverbindliche Buchungsanfrage</a>&nbsp;oder wähle einen unserer&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/buchung/termine/">wöchentlichen Termine</a>. Wir freuen uns auf dich!&nbsp;</p>



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<p class="wp-block-paragraph">Text von:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mag. Gregor Schwayer</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/die-vampirfuerstin-von-schwarzenberg/">Die Vampirfürstin von Schwarzenberg</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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		<title>Weltfrauentag: Eine Reflexion zur Geschichte und Gegenwart der Frauenrechte</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/weltfrauentag-eine-reflexion-zur-geschichte-und-gegenwart-der-frauenrechte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:44:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Feste & Traditionen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Anlässlich des Internationalen Frauentages am 08.03. habe ich beschlossen, ein paar Gedanken mit euch zu teilen. Ein ewiger Kampf scheint er mir, der Kampf um die Gleichberechtigung. Werden Männer und Frauen denn jemals die gleichen Rechte haben? Am 16. Februar 1919 war es Frauen zum ersten Mal erlaubt zu wählen. Das war gerade mal vor [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/weltfrauentag-eine-reflexion-zur-geschichte-und-gegenwart-der-frauenrechte/">Weltfrauentag: Eine Reflexion zur Geschichte und Gegenwart der Frauenrechte</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



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<p class="wp-block-paragraph">Anlässlich des Internationalen Frauentages am 08.03. habe ich beschlossen, ein paar Gedanken mit euch zu teilen. Ein ewiger Kampf scheint er mir, der Kampf um die Gleichberechtigung. Werden Männer und Frauen denn jemals die gleichen Rechte haben?</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=317x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i86ee68d6cbef044f/version/1551963293/image.jpg" alt="Erst seit 100 Jahren haben Frauen ein Wahlrecht in Ö"/><figcaption class="wp-element-caption">Erst seit 100 Jahren haben Frauen ein Wahlrecht in Ö</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Am 16. Februar 1919 war es Frauen zum ersten Mal erlaubt zu wählen. Das war gerade mal vor 100 Jahren. Klingt viel, ist für einen Archäologen aber nicht einmal ein Wimpernschlag. Man bedenke: Sogar eure Ur-Omi und euer Ur-Opi haben das damals noch miterlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich mir vorstelle, ich hätte als selbstbestimmte Frau um die Jahrhundertwende gelebt, müsste ich wohl damit rechnen ausgelacht, verstoßen oder sogar verhaftet zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke an Adelheid Popp, die Ikone der österreichischen Arbeiterbewegung, Clara Zetkin, die deutsche Revolutionärin, und Hildegard Burjan, Pionierin der bürgerlichen Politik – sie haben für Selbstbestimmtheit, fairen Lohn und das Wahlrecht für Frauen alles riskiert. Erfolgreich?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heute, ganze 100 Jahre später, sind wir von einer Gleichstellung der Geschlechter nach wie vor weit entfernt. 36% beträgt der Frauenanteil in der Spitzenpolitik, im EU-Durchschnitt sind es sogar nur 29%. In Schweden und Finnland sieht es mit einer Frauenquote von mehr als 40% schon besser aus. Das Schlusslicht bilden Malta und Ungarn.&nbsp;Doch nicht nur im Bereich der Politik ist ein deutliches Ungleichgewicht sichtbar, es scheint als würde es wieder Trend, sich als Frau in Abhängigkeit zu begeben.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=358x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i4b02d5b7bd812b6a/version/1552036814/image.jpg" alt="Die ideale Frau - was heißt das überhaupt?"/><figcaption class="wp-element-caption">Die ideale Frau &#8211; was heißt das überhaupt?</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen gehen wieder vermehrt bewusst in die ganz gewöhnliche Mutterrolle und der Mann dient als Ernährer der Familie. Ab dem Moment in der Geschichte, in dem Frauen ihre Fruchtbarkeit selbst kontrollieren und ihr eigenes Geld verdienen konnten, erhöhte sich der Druck auf sie, ein gewisses Mutterbild zu erfüllen. Die einen werden sozial geächtet weil sie keine Kinder haben, gelten regelrecht als Rabenmütter, wenn sie neben den Kindern ihre Karriere weiter verfolgen, die anderen werden sozial unterdrückt, weil sie doch nur zu Hause bei den Kindern und wirtschaftlich abhängig sind. Emanzipation ist bisher nicht gelungen. Vor allem bei weniger privilegierten Frauen ist sie nicht angekommen, obwohl diese sie doch am nötigsten hätten, wie z.B. die Alleinerziehendenhaushalte. Wie kann Emanzipation erfolgreich sein, wenn Frauen noch immer wirtschaftlich abhängig sind? Finanzielle Einbußen sind hier die Regel, so bekommen Frauen 40% weniger Pension. Viele sehen keine Möglichkeit&nbsp;sich im höheren Alter von ihrem Partner zu trennen, aus Angst nicht überleben zu können. Das betrifft nicht nur Personen mit Migrationshintergrund, sondern durchaus auch den Mittelstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man vergisst oft, dass eine konservative Wende aber auch für die Männer in unserer Gesellschaft eine große Belastung bedeutet. Wollen Männer überhaupt eine Alleinverdienerrolle einnehmen? Eine solche bringt zwar Macht, aber auch sehr viel Druck. Männer werden dabei ebenso in ihren Entfaltungsmöglichkeiten beschränkt, wenn es denn heißt, eigentlich ist der Vater in der Kindererziehung ohnehin verzichtbar. Auch das ist eine Geschlechtsdiskriminierung.&nbsp;Viele Männer finden sich in einer Identitätskrise: Was ist ein Mann in der heutigen Zeit? Was haben wir für ein Männerbild?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es scheint sich außerdem fast eine Art Nüchternheit in der Gesellschaft auszubreiten. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen wird dies in den Daten neuer Studien an der Europa-Universität Flensburg deutlich. Die jungen Teilnehmer wurden gefragt: Wie stellt ihr euch euer Leben als Erwachsener vor? Die Antworten waren überraschend: Das Thema Angepasstheit fällt massiv auf, die Probanden wünschen sich vorrangig ein materiell abgesichertes Leben und sehen es in ihrer eigenen Verantwortung aus ihrem Leben etwas zu machen. Nur die absoluten Ausnahmefälle üben Kritik an der Gesellschaft oder der Politik.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo bleiben die Aufmüpfigkeit und das kritische Hinterfragen? Friedensbewegungen, Feminismus und Emanzipation – Jugendliche könnten sich einbringen in das politische System, in Verbände, in Parteien. Was die Studie zeigt ist, dass ein großer Druck auf jungen Menschen lastet, vor allem was die Berufswahl betrifft. Gleichzeitig legen die Jugendlichen aber auch eine merkwürdige Zufriedenheit mit der Gesellschaft an den Tag und geben sich selbst die Schuld, wenn sie dem Druck nicht standhalten.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=255x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ic09187afd4bf6e89/version/1551965364/image.jpg" alt="Gleichberechtigung: Der erste Schritt ist getan, doch es ist noch ein langer Weg."/><figcaption class="wp-element-caption">Gleichberechtigung: Der erste Schritt ist getan, doch es ist noch ein langer Weg.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich für meinen Teil wünsche mir viel mehr Aufklärung und Sensibilisierung der Gesellschaft zu weiblichen Themen. Und ich hoffe, dass die Vorarbeit all der tapferen Frauen in der Geschichte, die in ihrem Leben alles riskiert haben um die Zukunft zu verbessern, mehr tapfere Nachfolgerinnen haben werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind noch lange nicht dort angelangt, wo wir hin wollen im Kampf für die Gleichberechtigung – also auf auf ihr Frauen und Männer, wir wollen mehr!</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=265x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/ifb3beba98a1234b0/version/1677498687/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 8. März ist Weltfrauentag</strong> und dieser Tag eignet sich hervorragend, um sich auf die Spuren der wichtigsten Frauen der Wiener Geschichte zu begeben. Auf unserer Tour &#8211; <a href="https://archaeo-now.com/programme-erwachsene/stadt-der-frauen/">Stadt der Frauen</a> erfahrt ihr, wo ihr diesen Frauen in der Wiener Innenstadt begegnen könnt und was es mit ihren bemerkenswerten Geschichten auf sich hat.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=193x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i62bb88b8d35b8b25/version/1697798708/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mag. Miriam Weberstorfer</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gründerin von&nbsp;<a href="https://archaeo-now.com/team/">ArchäoNOW</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/weltfrauentag-eine-reflexion-zur-geschichte-und-gegenwart-der-frauenrechte/">Weltfrauentag: Eine Reflexion zur Geschichte und Gegenwart der Frauenrechte</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Foltern allein reichte nicht: Die grausame Praxis der Hinrichtungen in der Geschichte</title>
		<link>https://archaeo-now.com/2024/06/26/foltern-allein-reichte-nicht-die-grausame-praxis-der-hinrichtungen-in-der-geschichte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[office@archaeo-now.com]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2024 09:38:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Strafen, Recht & Justizgeschichte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://archaeo-now.com/?p=4883</guid>

					<description><![CDATA[<p>Da wir die Foltermethoden abgeschlossen haben können wir uns jetzt dem nächsten grausamen Thema widmen: den Hinrichtungsmethoden. Auch hier hat man sich „ausgetobt“.&#160; Bevor der zum Tode verurteilte seinen letzten Weg antrat, durfte er sein letztes Mahl zu sich nehmen &#8211; die „Henkersmahlzeit“. Sie gehörte zum Prozess der Hinrichtung und war ein festes Ritual, wurde [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://archaeo-now.com/2024/06/26/foltern-allein-reichte-nicht-die-grausame-praxis-der-hinrichtungen-in-der-geschichte/">Foltern allein reichte nicht: Die grausame Praxis der Hinrichtungen in der Geschichte</a> erschien zuerst auf <a href="https://archaeo-now.com">ArchäoNow</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading"></h1>



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<p class="wp-block-paragraph">Da wir die Foltermethoden abgeschlossen haben können wir uns jetzt dem nächsten grausamen Thema widmen: den Hinrichtungsmethoden. Auch hier hat man sich „ausgetobt“.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor der zum Tode verurteilte seinen letzten Weg antrat, durfte er sein letztes Mahl zu sich nehmen &#8211; die „Henkersmahlzeit“. Sie gehörte zum Prozess der Hinrichtung und war ein festes Ritual, wurde die Henkersmahlzeit ausgeschlagen, sorgte dies für große Irritation und Missbilligung.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=201x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i8652797f880b7e6e/version/1555602214/image.jpg" alt="Nicht nur Essen als Henkersmahlzeit: auch Zigarren waren begehrt"/><figcaption class="wp-element-caption">Nicht nur Essen als Henkersmahlzeit: auch Zigarren waren begehrt</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hier haben die zur Todesstrafe verurteilten Verbrecher die Chance auf eine letzte, sehr üppige Mahlzeit. Es konnten aber auch andere Sachen gewünscht werden, wie zum Beispiel Zigarren oder ein Bad.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So wünschte sich der Wiener Serienmörder Hugo Schenk († 1884) starke Zigarren und rauchte in den letzten 19 Stunden seines Lebens davon sage und schreibe 309 Stück!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Leib- und Lebensstrafe, heute die Todesstrafe, galt ursprünglich für die folgenden drei Malefiztaten: Mord, Diebstahl und Notzucht (Vergewaltigung). Diese wurden im Laufe der Zeit immer wieder ergänzt und geändert. Generell wurden u.a. folgende Straftaten mit dem Tode bestraft: Mord, Totschlag, Diebstahl, Raub, Betrug, Vergewaltigung, Blutschande (Inzest), Bigamie, Ehebruch, Brandstiftung, Gotteslästerung, Ketzerei, Hexerei und Staatsverbrechen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pfählen, Kreuzigung und Erhängen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das&nbsp;<strong>Pfählen</strong>&nbsp;war schon viele Jahrhunderte vor (Dracula) Vlad als Strafe bekannt. Durch archäologische Funde konnte diese Hinrichtungsmethode schon vor 4000 Jahren bei den Ägyptern nachgewiesen werden. Hier wurden Verbrecher oder politische Gegner auf angespitzte Pfähle gesetzt, um sie langsam in der glühenden Sonne sterben zu lassen. Möglicherweise wurden die Opfer mit Nägeln an Bäume genagelt.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=338x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i1b893fc6aa8af8c9/version/1555602509/image.jpg" alt="Ans Kreuz gebunden...(Bildquelle: Shutterstock.com)"/><figcaption class="wp-element-caption">Ans Kreuz gebunden&#8230;(Bildquelle: Shutterstock.com)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Daraus hat sich im Laufe der Zeit die&nbsp;<strong>Kreuzigung</strong>&nbsp;entwickelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie uns bekannt ist, wurden bei der Kreuzigung die Verurteilten an ein Holzkreuz oder -rahmen genagelt. „Das Kreuz ist so untrennbar mit dem christlichen Symbol verbunden, dass man leicht vergisst, dass die Kreuzigung als Strafe lange vor Jesus Christus von Karthago bis Skythien praktiziert wurde“ (Kerrigan 2006, 172.) Sie wurde bereits in der Antike sowohl von den Römern als auch den Persern, Griechen und Juden als Strafe genutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Opfer wurden nicht mit Nägeln an das Kreuz genagelt, sondern nur mit Stricken am Kreuz fest gemacht. Das Opfer starb weder an starkem Blutverlust noch an einem schlimmen Trauma. Sie starben an Durst, Hunger oder schlussendlich an einem langsamen Erstickungstod.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zusammenhang gesehen ist die Kreuzigung der Vorläufer des&nbsp;<strong>Galgens</strong>. Im fünften Jahrhundert wurde im angelsächsischen England bereits das Hängen praktiziert. Für diese Methode der Hinrichtung hatten sie spezielle Galgen oder hölzerne Gerüste konstruiert. Auf vielen mittelalterlichen Abbildungen kann man sehen, dass die Opfer von einer Leiter gestoßen wurden. Oft hingen sie nur Minuten, aber es konnte auch Stunden dauern, bis sie von ihrem eigenen Gewicht erdrosselt wurden. Bis ins 17. Jahrhundert blieb diese Methode unverändert. Ab da konnte sich der Galgen auf der Ladefläche eines Karrens befinden. Von dort aus „schwang“ der Todeskandidat in seinen sicheren Tod. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Falltür eingeführt. Das Hängen wurde nur im gemeinen Volk angewandt.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vierteilen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Variante des Vierteilens hängt mit dem Hängen zusammen. Kurz vor dem Erstickungstod wurde der Verurteilte vom Galgen geschnitten und auf einen Tisch gelegt. Dann wurde er noch bei lebendigem Leib aufgeschnitten und seine Eingeweide gezogen. Zuletzt wurde das Herz entfernt und danach wurden alle Gliedmaßen sowie der Kopf vom Rumpf abgetrennt. Auf diese Weise wurde auch der schottische Nationalheld&nbsp;William Wallaceim Jahre 1305 hingerichtet. Das Urteil erteilte der damalige König von England, Eduard I. Der Kopf von William Wallace wurde an der London Bridge zur Schau gestellt und die vier Gliedmaßen wurden im Norden des Landes, in Newcastle, Berwick, Perth und Stirling verteilt.&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andere Varianten des Vierteilens sahen so aus: an allen vier Gliedmaßen des Verurteilten wurden Stricke befestigt. Manchmal wurden die Stricke vom Henker selbst, manchmal jedoch auch von Pferden oder Ochsen gezogen. Es kam auch vor, dass die Zugkraft allein nicht ausreichte und der Henker mit Messerschnitten nachhelfen mussten. Dabei rissen drei der vier Gliedmaßen vom Rumpf. Oftmals wurde auch ein Flaschenzug verwendet um das Opfer entzwei zu reißen. Haut, Muskeln und die inneren Organe wurden außerordentlich stark gezerrt und rissen bereits nach kürzester Zeit unter der starken Belastung. Es konnten auch die Arme und Beine abgeschnitten oder gesägt werden, dabei starb das Opfer in kürzester Zeit.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ertränken</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Blogartikeln über die&nbsp;Foltermethoden wurde schon der über den Tauchstuhl und die Bäckerschupfe berichtet. Bei der Wasserhinrichtung kommt jedoch noch ein Symbolcharakter dazu, denn dem Wasser wird bis heute eine reinigende Wirkung nachgesagt. Auch hier gibt es wieder mehrere Varianten. Der zum Tode verurteilte wurde entweder in einen Sack eingenäht und dann ins Wasser geworfen, man konnte jedoch auch in einem großen Fass ertränkt werden. Die gängigste Variante war jedoch, dass der Verurteilte nur gefesselt und ins Wasser geworfen wurde oder sie mussten über Planken ins Wasser gehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einmauern</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur Ersticken im Wasser, sondern auch in kleinen Räumen oder Nischen war eine Form der Todesstrafe. Anfangs wurde es auch als Foltermethode verwendet, Opfer lebendig einzumauern, tagelang ohne Essen und Wasser auskommen und erst „befreit“ wurden, bevor der ganze Sauerstoff aufgebraucht war. Doch irgendwann wurden sie aus ihren dunklen Löchern nicht mehr herausgeholt und sie erstickten in den dunklen Gemäuern. Diese Art der Hinrichtung findet auch Verwendung in Sagen und Erzählungen. Im archäologischen Kontext kommen auch Bauopfer zum Vorschein. Hier wurden z.B. Menschen und oder auch Tiere lebendig unter neu gebauten Gebäuden vergraben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nächste Woche geht es dann weiter mit den Hinrichtungsmethoden &#8211; bleibt gespannt!</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/none/path/sbf72ee295f333049/image/i2fbc49ef03bd6cf0/version/1676986986/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Noch nicht genug gegruselt?&nbsp;</em></p>



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<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=189x1024:format=jpg/path/sbf72ee295f333049/image/i4310e7ca6fe55a03/version/1555603195/image.jpg" alt=""/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Text:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Barbara Siemer</p>



<p class="wp-block-paragraph">Studentin der &#8222;Urgeschichte und Historischen Archäologie&#8220;</p>
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